20.05.2022 •

Das Aeromedical Evacuation-Register der Bundeswehr

Aufbau und bisherige Erkenntnisse aus zwei Dekaden Strategic-Aeromedical-Evacuation

Stefan Sammito, Matthias T. Kohl, Astrid Berg, Vitali Jagel, Janina Post

Einleitung

Beginnend in den frühen 1990er Jahren wurde in der Bundeswehr die Fähigkeit zum strategischen luftgebundenen Patiententransport (Aeromedical Evacuation, AE) unter intensivmedizinischen Bedingungen aufgebaut; das System „Strategic Aeromedical Evacuation (StratAirMedEvac) ist seit mehr als 2 Dekaden im Routineeinsatz [6]. Neben der Repatriierung deutscher und verbündeter Soldaten aus den Einsätzen war die AE-Fähigkeit auch im Rahmen von humanitären Hilfs- und/oder Katastropheneinsätzen (HumHi) aktiv, u. a. während der Tsunami-Katastrophe in Südostasien im Jahre 2004 oder bei der Rückholung deutscher Touristen nach einem Busunglück auf Madeira im Frühjahr 2019.

Im Frühjahr 2020 und Herbst 2021 wurde die AE-Fähigkeit der Deutschen Luftwaffe auch zum luftgebundenen Transport von COVID-19-Patienten aus Italien, Frankreich, Rumänien und im Rahmen des „Kleeblatt-Konzeptes“ für innerdeutsche Verlegungsflüge genutzt [3]. Bisherige wissenschaftliche Publikationen zu AE-Fähigkeiten beschränken sich bis dato auf die Beschreibung der Nutzung für den Intensivtransport [2][5][6], auf Empfehlungen zum Transport neurochirurgischer Patienten [1] sowie auf Analyse der Transporte von beamteten COVID-19-Patienten im Frühjahr 2020 [3][4].

Basierend auf den Erkenntnissen der COVID-19-Transporte zeigte sich die Notwendigkeit einer systematischen, wissenschaftlichen Auswertung der AE-Transporte und den Aufbau eines AE-Registers.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie hier.


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