Artikel: Wehrmedizininsche Monatsschrift 9/2020

Die Anpassung der Intensivstation 74 des Bundeswehrkrankenhauses Westerstede an die Bedingungen der COVID-Krise – Friktionen und Lösungswege aus Sicht der Pflege

Christiane Sohr¹, Stefan Liebrecht¹, Alexander Reichlin¹, Melanie Koch¹

¹ Bundeswehrkrankenhaus Westerstede – Abteilung XXV/Klinik X – Anästhesie, Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin

Einleitung

PhotoZum Einsparen von PSA wurde aus einem Infusionsständer und einer Plastikstange ein PSA–Kleiderständer hergestellt, der es erlaubt, ohne Fremd- oder Eigenkontamination einen PSA-Kittel an- und abzulegen und dadurch mehrfach zu verwenden. Im Zuge der Umgestaltung aller Krankenhausroutinen als Reaktion auf die erste Welle der Covid-19-Pandemie wurde die bis dahin durch die Kliniken für Anästhesie und Intensivmedizin in zivil-militärischer Zusammenarbeit für die Versorgung interdisziplinär zugeordneter Patienten genutzte Intensivstation 74 für die Intensivmedizinische Versorgung beatmungspflichtiger COVID-19-Patienten infrastrukturell und personell vorbereitet und teilweise umgewidmet. Dieser Artikel soll aus Sicht der Pflege die dabei aufgefallenen Probleme und die entsprechenden Lösungsansätze aufzeigen.

Die Autorinnen und Autoren sind sich dabei der Tatsache bewusst, dass der Zeitpunkt für einen beschreibenden Rückblick eigentlich noch nicht gekommen ist, da insbesondere die Verlautbarungen der WHO über die globale Coronakrise sowie die Nachrichten über die Lageentwicklung im benachbarten Ausland – und auch bei uns – darauf hindeuten, dass wir uns sehr wahrscheinlich noch nicht am Ende der Krise befinden. Es erscheint aber mehr als logisch, Erfahrungen, die mit der „ersten Welle“ eines ja neuartigen Pandemieerregers gemacht wurden, kritisch auszuwerten und dadurch für ggf. folgende Phasen der Krise („zweite Welle?“) nutzbar zu machen. In diesem Beitrag sollen insbesondere die im Klinikzentrum Westerstede beschrittenen Wege aufgezeigt werden, um bei gegebener Infrastruktur eine Flexibilität herzustellen, die verschiedenen Intensitätsstufen der Pandemie gerecht werden konnten und können.

Ein weiteres zentrales Thema war zumindest in der Anfangszeit der befürchtete und zum Teil auch reale Mangel an Elementen der persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Dieser Artikel beschreibt deshalb auch, durch welche Ausbildungsmaßnahmen der „sparsame“ Umgang mit dieser „Mangelware“ geübt wurde, um dem Problem zu begegnen.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

Datum: 21.10.2020