Artikel: Wehrmedizinische Monatsschrift 9/2020

Zivil-militärische Zusammenarbeit am Klinikzentrum Westerstede in der COVID-19-Pandemie

Peter Ritter

Ammerland Klinik GmbH, Westerstede

Hintergrund

Anfang des Jahres 2020 wurden die ersten Covid-19-Fälle in Europa bekannt – ein Umstand, der im weiteren Verlauf zu einer erheblichen Veränderung unserer Lebensumstände geführt hat. Seit Mitte März 2020 steht auch das Klinikzentrum Westerstede ganz im Zeichen der Corona-Krise.

PhotoAbb. 1: Zutrittsregelung am Klinikzentrum Westerstede durch Aufbau einer Schleuse aus Zelten Unter dem Dach des Klinikzentrums vereinen sich seit 2008 in einem deutschlandweit einzigartigen Konzept die Ammerland-Klinik GmbH und das Bundeswehrkrankenhaus (BwKrhs) Westerstede. In gemeinsam geführten Bereichen, wie der Interdisziplinären Notaufnahme, der Radiologie, der Anästhesie und der Operativen Intensivmedizin, arbeiten über 2 100 Mitarbeiter beider Einrichtungen klinikübergreifend zusammen. Über die Jahre gelang es, diese Kooperation auszubauen. Dieses schafft die Voraussetzung für das breite medizinische und pflegerische Leistungsspektrum, um sich einer Pandemie gemeinsam entgegen zu stellen. Jährlich versorgt das Klinikzentrum über 26 000 stationäre und 101 000 ambulante Patienten.

Stärkeres Zusammenrücken in der Pandemie

Durch die Pandemie-Krisensituation sind beide Häuser nochmals stärker zusammengerückt. Schon zu Beginn des Infektionsgeschehens war deutlich, dass die Situation nur gemeinsam zu bewältigen ist. Um dies zu gewährleisten, treffen sich die Verantwortlichen beider Häuser seit Anfang März mehrmals in der Woche gemeinsam mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Ammerland. Durch die Schaffung mehrerer Arbeitsgruppen wie „Hygiene“, „Kurativer Bereich“, „Pflegebereich“, „Logistik“ und „Kommunikationswesen“, die von beiden Häusern paritätisch besetzt sind, gelang es sehr erfolgreich, gemeinsame zielführende Strategien zu entwickeln, um sie auf Führungsebene konsentiert zur Umsetzung zu bringen. Der Fokus lag dabei stets auf den politischen und hygienischen Vorgaben, was eine intensive Abstimmung notwendig macht.

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Datum: 16.10.2020