NICHT NUR MIT DEM SKALPELL

Daniel A. Veita,b, Klaus Peter Kaiserb, Sandra Schmidtc, Andreas Pabstd, Benjamin V. Beckera, Martin Haasef, Ramin Naraghie, Stephan Waldecka

a BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz, Klinik VIII – Radiologie und Neuroradiologie

b BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz, Abteilung XV – Nuklearmedizin

c BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz, Klinik V – Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

d BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz, Klinik VII – Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie

e BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz, Klinik XII – Neurochirurgie

f BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz, Klinik XII – Neurologie

Zusammenfassung

Das seit April 2020 im BundeswehrZentralkrankenhaus Koblenz etablierte Kopf-Hals-Zentrum bietet Patienten überregional eine umfassende interdisziplinäre Versorgung von verschiedensten Krankheitsbildern. Mit den Chancen dieses interdisziplinären Zentrums kommen aber auch neue Herausforderungen auf die einzelnen Fachrichtungen zu. Dies gilt nicht nur für das bereits routinemäßig breite diagnostische Spektrum der Abteilungen für Radiologie/Neuroradiologie und Nuklearmedizin, sondern im Besonderen für spezielle diagnostische und interventionelle Fähigkeiten. Hierzu gehören neben der erweiterten invasiven präoperativen Tumordiagnostik und der präoperativen Tumorembolisation, insbesondere auch die Beherrschung von Notfallembolisationstechniken bei Blutungen aus Ästen der A. carotis externa.

Anhand von exemplarischen klinischen Fallbeispielen wird in diesem Beitrag über das interventionelle Spektrum der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie im Kopf-Hals-Bereich sowie über die Herausforderungen und Chancen bei der Zusammenarbeit in einer Klinik mit Kopf-Hals-Zentrum berichtet.

Schlüsselwörter: Embolisation A. carotis externa, Mittelgesichtsfraktur, Tumorembolisation, Interventionelle Radiologie

Einleitung und Anatomie

Die A. carotis externa (ACE) ist paarig angelegt und entspringt aus der A. carotis communis (ACC). Die Seitenäste der ACE lassen sich aus einem mit am häufigsten zitierten Anatomiemerksatz herleiten:

Theo (A. thyroidea superior) Lingen (A. lingualis) ­fabriziert (A. facialis) phantastisch (A. pharyngea ascendens) schmeckende Ochsenschwanzsuppe (A. occipitalis) aus (A. auricularis posterior) toten (A. temporalis) Mäusen (A. maxillaris).

Aus den beiden Endästen A. temporalis und A. maxillaris gehen die wichtigen Gefäßäste A. meningea media und A. sphenopalatina hervor. 

Den ausführlichen Artikel lesen Sie hier.



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