Artikel: Wehrmedizinische Monatsschrift 8/2019

Kurzanalyse der zentralen Netzwerk- und Ausbildungsplattform für den Sanitätsdienst der Bundeswehr

SAN-NETZ – EINE LEISTUNGSBEURTEILUNG

Alexandra Shirin Berger*

Zusammenfassung

Das San-Netz, die zentrale Netzwerk- und Ausbildungsplattform für den Sanitätsdienst der Bundeswehr, ist eine innovative Entwicklung. Es zeigt die schnelle Anpassungsfähigkeit der Truppe an neue Herausforderungen, in diesem Fall an das wachsende Informationszeitalter. Der Sanitätsdienst der Bundeswehr gehört mit diesem Angebot zu den Vorreitern in der Arbeitswelt.

In dem folgenden Beitrag werden Akzeptanz und Attraktivität des San-Netzes untersucht und die Möglichkeiten dieses interaktiven Tools herausgearbeitet.

Um den Ansprüchen, die aus der zunehmenden Digitalisierung von Kommunikations- und Arbeitsprozessen in Großunternehmen wie der Bundeswehr erwachsen, gerecht zu werden, ist ein methodischer sowie lückenloser Evaluationsprozess unabdingbar. Die nachfolgende Kurzanalyse zeigt dabei nur eine Momentaufnahme, da die Schnelllebigkeit von digitalen Diensten bei der „Generation Y“ bzw. der nachkommenden „Generation Z“ keine präzisen Voraussagen ermöglicht.

Schlüsselwörter: San-Netz, Evaluation, Digitalisierung, Fernausbildung, Netzwerk und Ausbildungsplattform

Keywords: San-Netz, evaluation, digitization, e-learning, network and training platform

Einführung

„Die Globalisierung sowie der technologische und demografische Wandel sind die großen Herausforderungen, vor denen Unternehmen und Mitarbeitende heute stehen. Notwendige Produktivitätssteigerungen verlangen neue Formen der Organisation, der Vernetzung, der Kollaboration und Partizipation.“  (Christian Böhler et al., 2013 [1])

Orts- und geräteunabhängige Kommunikation bei gleichzeitigem Schutz der Inhalte vor dem Zugriff durch unbefugte Dritte werden immer mehr zum Standard im Bereich moderner Unternehmen, insbesondere auf dem Gebiet der Ausbildung. In diesem Kontext ist das San-Netz eine zentrale Netzwerk- und Ausbildungsplattform für die Angehörigen des Sanitätsdiensts der Bundeswehr. Im Gegensatz zum bundeswehreigenen Intranet erlaubt es zugelassenen Anwendern genau diese geräteunabhängige Nutzung über das Internet und ermöglicht folglich auch einen fachlichen Austausch auf Dienstreisen oder vom Homeoffice aus. Das User-Interface ist entsprechend an mobile Endgeräte angepasst („full responsive“). 

Der Nutzen dieses Netzwerks ist vielfältig. Das „Wiki“ des San-Netzes ist eine Sammlung von Beiträgen zu verschiedensten Bereichen. Wissen kann von allen Mitgliedern dokumentiert, geprüft und überarbeitet werden. Ein fachlicher Austausch ist im geschützten Raum möglich. Es können Gruppen erstellt werden, die als vielfältiger Kompetenzpool fungieren. Hier werden Beiträge gemeinschaftlich erstellt, verschiedenes Wissen zusammengeführt und die Korrektheit der Informationen von der gesamten Gruppe validiert.

Durch das Erstellen des eigenen Profils hat man die Möglichkeit, seine Kompetenzen und Interessen darzustellen. Ein solches Expertennetzwerk sorgt für Wissenstransfer und gegenseitigen Erfahrungsaustausch. In einem speziell geschaffenen Chat-Feature können Abstimmungen und Diskussionen stattfinden; in Echtzeit und ortsunabhängig.

Die Standortprofile bieten Informationen und Ansprechpartner vor Ort, sodass vor einer Versetzung die für den Benutzer wichtigen Informationen unkompliziert eingeholt werden können. Im Bereich Veranstaltungsdokumentation können Termine eingetragen und auch Teilnehmerlisten erstellt werden.

Der E-Campus bietet den San-Netz-Nutzern zahlreiche Varianten der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Es besteht die Möglichkeit der Literaturrecherche in der virtuellen Bibliothek, einem kostenfreien Zugriff auf zahlreiche Fachzeitschriften und Fachbücher. Des Weiteren besteht die Option Fachliteratur unkompliziert zu bestellen. Es sind derzeit mehr als 1,5 Milliarden bibliographischer Daten verfügbar.

DynaMed Plus ist eine englischsprachige Datenbank zu Erkrankungen – von Medizinern für Mediziner. Diese Datenbank wird täglich aktualisiert und erlaubt dem Benutzer rasch an die neusten Informationen über Diagnosen, Erkrankungen und Therapiemöglichkeiten zu kommen. Ein epidemiologisches Programm steht mit GIDEON (Global Infectious Disease and Epidemiological Network) bereit. Ein virtuelles Fortbildungskonzept speziell für die Gesundheits- und Krankenpflege (Certified Nursing Education – CNE) steht mit CNE.online zur Verfügung. Es besteht die Möglichkeit CNE-Fortbildungspunkte zu erwerben; diese dienen dem Nachweis über geleistete Fortbildungen. ILIAS ist eine Lernplattform, die verschiedene Kurse zur selbstständigen Weiterbildung bietet.

Die „Virtuelle Klinik“ ist ein internetbasiertes Lern- und Informationssystem für die medizinische Aus- und Weiterbildung. Hier werden reale bzw. realistische zivile und einsatzrelevante Fallbeispiele bearbeitet. Es besteht die Möglichkeit, im Lernmodus zu trainieren oder auch im CME-Modus zu arbeiten. Letzterer ermöglicht es, CME-Punkte zu erwerben, die dem Nachweis der Fortbildung dienen. Diese „Continuing Medical Educa-tion“-Punkte sind seit 2004 gem. Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) für Fachärzte verpflichtend. Der Dienst eRef schafft Zugang zu verschiedenen E-Journals und E-Books des Thieme--Verlags aller relevanten Fachrichtungen. Dieses Wissensportal des Thieme-Verlags unterstützt beim Befunden, Recherchieren sowie in der Aus-, Fort- und Weiter-bildung. Auch hier ist es möglich CME-Punkte zu erwerben.

Abgerundet wird der E-Campus durch die PromoBörse. Hier können sowohl Promotionsangebote als auch Promotionsgesuche eingestellt werden. Es ist somit – unabhängig vom Standort – eine erste Kontaktaufnahme der Beteiligten möglich.

Ziel der Arbeit

Ziel dieser Arbeit ist es, Akzeptanz und Attraktivität des San-Netzes seitens der User des San-Netzes zu erfassen und die Möglichkeiten dieses interaktiven Tools heraus-zuarbeiten.

Material und Methoden

Für die Arbeit sind Nutzerstatistiken ausgewertet worden, die im Dezember 2018 vom San-Netz-Team bereitgestellt wurden. Die Erhebung der Zahlenangaben erfolgte mittels der Open-Source-Webanalytik-Plattform Matomo. Interne Statistiken der Firma EBSCO (Virtuelle Bibliothek, eRef, Gideon) und des Thieme-Verlags (eRef, CNE.online) wurden durch das San-Netz Team eingearbeitet. Des Weiteren stellt die Firma CompuGroup Medical Deutschland AG (Virtuelle Klinik) ihre Nutzerstatistik zur Verfügung.

Diese Kurzanalyse zeigt nur eine Momentaufnahme, da die Schnelllebigkeit von digitalen Diensten bei der Generation Y (im Zeitraum der frühen 1980er bis zu den späten 1990er Jahren geborenen) bzw. der nachfolgenden Generation Z keine genauen Voraussagen ermöglicht.

Probleme bei der Evaluation

Das Webanalytik-Werkzeug Matomo zählt nur diejenigen Nutzer, die weder durch Add-ons noch durch Browsereinstellungen die „Do Not Track“-Funktion eingestellt haben. Do Not Track steht für „nicht verfolgen“. Dieses HTTP-Header-Feld signalisiert einer Website oder Webanwendung den Wunsch, kein Nutzungsprofil des Besuchers zu erstellen [3].

Auch die Auswirkung von AdBlockern auf die Ergebnisse der Webanlaytik ist nicht zu vernachlässigen, da diese immer häufiger im Einsatz sind. Laut PageFair-Studie (2017) wuchs die AdBlock-Nutzung global um 30 % und beläuft sich mittlerweile auf 18 % der schweizer Onlinenutzer. In Deutschland sind es 29 % [8].

Außerdem werden diejenigen Nutzer, die sich direkt bei dem jeweiligen Dienst einloggen – wie es z. B. bei CNE.online notwendig ist – nicht gezählt.

Daraus ergibt sich, dass die Angaben zu den verschiedenen Diensten durch die jeweiligen Anbieter weitaus genauer sind. Da allerdings jeder Anbieter unterschiedliche Erhebungsmethoden wählt, lassen sich die Angaben nur schlecht bis gar nicht miteinander vergleichen.

Ergebnisse

PhotoAbb. 1: San-Netz-Nutzer nach Gruppen (Grafik aus Tabelle 1) Photo

Photo Im Folgenden werden die Ergebnisse der Auswertungen tabellarisch und – soweit sinnvoll – grafisch dargestellt. Tabelle 1 und Abbildung 1 geben einen Überblick über die Nutzergruppen mit Stand Dezember 2018, Tabelle 2 gibt Aufschluss über die Aktivitäten im San-Netz. Diese wurden für verschiedene Zeiträume (ein Monat, drei Monate und dreizehn Monate) angegeben.

Photo Tabelle 3 schlüsselt die Benutzeranmeldungen/Logins bzw. die Anzahl der Sessions, Such-Klicks oder inhalt-liche Zugriffe im E-Campus auf. Die Angaben stammen, soweit vorhanden, vom jeweiligen Anbieter.

Photo In Tabelle 4 sind die Aktivitäten im E-Campus aufgeschlüsselt, ebenfalls über verschiedene Zeitspannen. Diese Daten wurden mit dem Webanalytik-Werkzeug Matomo erhoben.

Diskussion

Von den mehr als 20 0000 aktiven Soldaten im Sanitätsdienst der Bundeswehr nutzen bereits etwa 30 % das San-Netz. Das San-Netz ist kein Intranet, sondern eine zentrale Netzwerk- und Ausbildungsplattform für den Sanitätsdienst der Bundeswehr, die auch über private Endgeräte erreichbar ist. Es ist sicher; es dürfen Dokumente bis zur Einstufung „Offen“ eingestellt werden.

„San-Netz“ - Instrument gegen die „Schatten-IT“

Die Nutzerstatistik (Tabelle 1) zeigt, dass vor allem Sanitätsoffiziere (SanStOffz) und Sanitätsoffizieranwärter (SanOA) dieses Tool nutzen. Der durchschnittliche SanOA, der sich im Studium befindet, hat in der Regel keinen Zugang zu dienstlichen Arbeitsplatzrechnern oder Laptops. Wenn Unternehmen ihren Mitarbeitern keine offenen Kommunikations- und Kollaborationsinstrumente zur Verfügung stellen, weichen die Mitarbeiter auf die Nutzungen alternativer Systeme aus [6]. In vielen Unternehmen hat sich daher die Nutzung einer sogenannten »Schatten-IT« etabliert. Externe soziale Medien (z. B. Facebook, Whats-App) werden fest in die internen Prozesse integriert und für diese genutzt. Das hat zur Folge, dass interne Arbeitsprozesse mit externen Anbietern bearbeitet werden und Firmendaten auf fremden Servern liegen [2]. 

Dieses Problem umgeht der Sanitätsdienst mit dem San-Netz, mit dem zunächst einmal die Stammeinheit auf dienstlichem Wege den Kontakt und den Infor-mationsfluss zu den SanOA gewährleisten kann. Aber auch zahlreiche andere Angehörige des Sanitätsdiensts sind mittlerweile Nutzer des San-Netzes, wenn auch noch in deutlich geringerem Maße als bei den SanOA.

In den letzten 13 Monaten gab es 1 092 neue Registrierungen. Insgesamt haben sich die 5 685 User (Stand Dezember 2018) in 13 Monaten 39 341 mal eingeloggt, 3 426 neue Inhalte geteilt und 3 880 Inhalte geändert (siehe auch Tabelle 2).

„Darüber hinaus geht es aber auch darum, durch besseren, »lebendigeren« Austausch offene Ideenentwicklung anzuregen und Kreativität zu fördern. Eine […] häufig benutzte Formulierung hierzu ist, dass das »Silo-Denken« überwunden werden soll, was bedeutet, dass das eigene Wissen, die eigenen Ideen geteilt werden sollen, über die eigene Abteilung, das eigene Projekt hinweg. Im Unternehmen bestehendes Wissen soll dadurch nicht nur besser auffindbar gemacht werden, sondern auch besser vernetzt, gebündelt und sinnvoll kombiniert werden.“   (Tanja Carstensen, 2016 [2]) 

Schaut man auf die Daten, die vom San-Netz-Team mit dem Web-Anlayse-Tool Matomo erhoben wurden, lässt sich folgendes feststellen:

Die Dienste des E-Campus werden sehr unterschiedlich häufig genutzt, vor allem eRef und die virtuelle Bibliothek liegen hoch im Kurs. Auch die PromoBörse wird oft genutzt. Die virtuelle Klinik liegt im Mittelfeld, wobei diese vor allem von Studierenden der Humanmedizin in den höheren Semestern und von Ärzten genutzt wird.

Im Gegensatz dazu stehen GIDEON und DynaMed Plus, sie bilden das Schlusslicht und werden relativ selten genutzt, was aber vor allem daran liegen kann, dass es sich hierbei um sehr spezialisierte englischsprachige Dienste handelt. Trotz der im Vergleich geringeren Nutzung ist es wichtig, diese Dienste präventiv vorzuhalten, da diese eine große Einsatzrelevanz haben.

Das CNE.online-Programm wird von der Zielgruppe der Mitarbeiter der Gesundheits- und Krankenpflege gut angenommen. Jedoch ist die Dienstgradgruppe der SanStOffz am Stärksten vertreten. Die Anzahl der Mitglieder, die nicht in diese Gruppe fallen, ist mit 742 Nutzern noch im Wachsen begriffen. Des Weiteren ist zu beachten, dass es bei diesem Dienst notwendig ist, ein eigenes Nutzerkonto direkt beim Anbieter zu erstellen. So ist es danach nicht mehr erforderlich, den Dienst über das San-Netz aufzurufen.

Monitoring mit Hindernissen

Das Problem dieser Daten beschreibt Jonas Wendler in seinem Artikel „Auswirkung von AdBlocker und «Do Not Track» auf Google Analytics & Co“ sehr gut. Er gibt an, dass bei einer Beachtung der Do-Not-Track-Einstellung durch ein Webanalytik-Werkzeug eine Abweichung von knapp 20 % zustande kommen kann [8]. Das Tool Matomo beachtet diese Einstellung. Dies deckt sich mit der oben gemachten Aussage, dass circa 29 % der Deutschen diese Einstellung nutzen. Eine Abweichung von etwa 20-30 % ist nicht aussagekräftig und als eindeutiges Mittel zum Monitoring nicht geeignet.

Bei einem Blick auf die Daten der Anbieter ändert sich das oben genannte Verhältnis. Betrachtet man nur die Zahlen, so liegt CNE.online an der Spitze, es folgen eRef und die virtuelle Bibliothek. DynaMed Plus, die PromoBörse und die virtuelle Klinik bilden das Mittelfeld, Schlusslicht ist Gideon.

Allerdings ist hier die Vergleichbarkeit nicht gegeben. Der Thieme-Verlag zählt für den Dienst CNE.online alle inhaltlichen Aufrufe mit der Rahmenbedingung, dass der Nutzer sich direkt beim Anbieter registriert. Dadurch entsteht eine enorme Diskrepanz zwischen den 36 980 Zugriffen, die Thieme zählt, und den 421 Logins, die durch Matomo erhoben wurden. Ein weiteres Problem ist, dass weder die Firmen EBSCO oder CompuGroup Medical Deutschland AG noch der Thieme-Verlag Sessions, Such-Klicks bzw. Nutzerstatistik eindeutig definiert. Die Evaluation eines solchen Systems ist somit nur sehr bedingt möglich.

Trotz des erschwerten Evaluationsprozesses, der noch lange nicht ausgereift ist, lässt sich feststellen, dass sich das San-Netz im Wachstum befindet und die Inhalte von den registrierten Mitgliedern gut angenommen werden. Der Sanitätsdienst der Bundeswehr gehört mit diesem Angebot zu den Vorreitern in der Arbeitswelt in Bezug auf das Fördern virtueller Teams. Nach Angaben von Bitkom, dem Verband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche, nutzten 2014 gerade einmal 13 Prozent aller in einer Studie befragten Unternehmen bereits ein internes soziales Netzwerk.

Seit mit dem »Web 2.0« bzw. »Social Media« zudem soziale Netzwerke, Weblogs, Wikis und Plattformen an Bedeutung gewonnen haben, werden Social-Media-Applikationen auch für die unternehmensinterne Nutzung immer wichtiger [2]. Soziale Medien bieten eine große Chance, die Kommunikation und den Wissensfluss in einem Unternehmen sichtbar zu machen und zu beschleunigen [6]. Insbesondere mit Blick auf solche Chancen sollte weiter daran gearbeitet werden ein passendes Instrument zur sach- und fachgerechten Bewertung zu implementieren.

Fazit

Das San-Netz ist eine innovative Entwicklung des Sanitätsdiensts der Bundeswehr. Es steht für die schnelle Anpassungsfähigkeit der Truppe an neue Herausforderungen, in diesem Fall an das wachsende Informationszeitalter. Für eine weitere Optimierung und Anpassung an den Nutzerbedarf ist allerdings ein lückenloses und klares Monitoring unabdingbar. Hierzu müssen Daten methodisch und überprüfbar erhoben und systematisch dokumentiert werden.

Mit dem San-Netz verfügt der Sanitätsdienst nicht nur über ein mächtiges Werkzeug zur Bildung virtueller Teams, sondern auch über eine sinnvolle und effektive Abwehrstrategie gegen die „Schatten IT“, welche gerade im Hinblick auf vermehrte Cyberangriffe und digitale politische Einflussnahmen unbedingt notwendig ist.

„Im Gegensatz zu der euroatlantischen Sichtweise, die den Cyberkrieg eng als zerstörerische Attacken auf Computersysteme und kritische Infrastrukturen definiert, geht Russland das Thema ganzheitlich an: Neben Informationssystemen sind der Mensch und seine Meinung das wichtigste Ziel seiner Informationskriege.“ (Myriam Dunn-Cavelty, 2016 [4])

Die weitere Pflege, Aktualisierung und Weiterentwicklung sind demnach unerlässlich. Ein weiterer Anstieg der Nutzerzahlen ist zu erwarten, da das Angebot für alle Dienstgradgruppen interessant ist. Wichtig bleibt allerdings, dieses Angebot zielgerichtet zu bewerben und die Attraktivität weiter herauszuarbeiten. Ein passendes Instrument zur sach- und fachgerechten Bewertung muss implementiert werden.

„Am Ende bleibt die nicht neue Erkenntnis, dass man gerade bei innovativen und neuen Ansätzen naturgemäß auf keine langjährige Erfahrung zurückgreifen kann.“   (Armin Trost, 2010 [7])

Literatur

  1. Böhler C, Lienhardt C, Robes J et.al.: Webbasiertes Lernen in Unternehmen – Entscheider/innen, Zielgruppen, Lernformen und Erfolgsfaktoren. In: Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien. 2013, 166-173. <https://l3t.tugraz.at/index.php/LehrbuchEbner10/article/viewFile/40/20>; letzter Aufruf 12. Dezember 2018.
  2. Carstensen T: Social Media in der Arbeitswelt. Herausforderung für Beschäftigte und Mitbestimmung. Hans-Böckler-Stiftung 2016; Bd. 184.Verlag, 2016. >; letzter Aufruf 12. Dezember 2018. 
  3. Do Not Track Begriffserklärung und Definition. Seo-Analyse.com 2019; (2019). <https://www.seo-analyse.com/seo-lexikon/d/do--not-track/>; letzter Aufruf 3. März 2019.
  4. Dunn-Cavalty M: Der Cyberspace wird zum politischen Schlachtfeld. NZZ 2016; < https://www.nzz.ch/international/amerika/russische--angriffe-auf-us-wahlen-der-cyberspace-wird-zum-politischen-schlachtfeld-ld.123689>; letzter Abruf 12. Dezember 2018.
  5. Ekelmann M: Adblocker – Ihre Auswirkungen und wie zielführend mit ihnen umgegangen werden kann. The Reach Group 2018; <https://www.reachgroup.com/adblocker-ihre-auswirkungen-und-wie--zielfuehrend-mit-ihnen-umgegangen-werden-kann/>; letzter Aufruf 3. März 2019.
  6. Stocker A, Mayer H: Unternehmen und soziale Medien – wie passt das zusammen? Elektrotechnik & Informationstechnik 2012;, 129(2): 72-75. 
  7. Trost A: Personalentwicklung 2.0. Lernen und Talententwicklung in Zeiten von Social Media und Generation Y. Whitepaper, Hochschule Furtwangen 2010; <https://www.dgfp.de/hr-wiki/Personalentwicklung_2.0.pdf>; letzter Aufruf 12. Dezember 2018.
  8. Wendler, J. Auswirkung von AdBlocker und «Do Not Track» auf Google Analytics & Co. Your Position AG 2017; <https://www.
     yourposition.ch/de/blog/benchmark-auswirkung-adblock-do--not-track-google-analytics
    >; letzter Aufruf 3. März 2019.


Zitierweise
Berger S: San-Netz – eine Leistungsbeurteilung: Kurzanalyse der zentralen Netzwerk- und Ausbildungsplattform für den Sanitätsdienst der Bundeswehr. WMM 2019; 63(8): 280-284.

Verfasser
Oberstabsarzt Dr. med. dent. Alexandra Shirin Berger
Sanitätsversorgungszentrum Feldkirchen
Zahnarztgruppe Bogen
Bayerwaldstraße 36, 94327 Bogen
E-Mail: shirinberger@bundeswehr.org 

* Sanitätsversorgungszentrum Feldkirchen des Sanitätsunterstützungszentrums Kümmersbruck

Datum: 09.10.2019