28.04.2020 •

Sexuell übertragbare Krankheiten im militärischen Umfeld – ­fortbestehender Bedarf an präventivmedizinischen Angeboten und weiterer Optimierung des medizinischen Managements 1

Carina Gottwald¹, Norbert Georg Schwarz², Hagen Frickmann³

¹ Sanitätszentrum Wilhelmshaven
² Bernhard Nocht Institut – Arbeitsgruppe Infektionsepidemiologie, Hamburg
³ Bundeswehrkrankenhaus Hamburg, Klinik XXI Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, Außenstelle Bernhard-Nocht-Institut, Hamburg

Hintergrund – Sexuell übertragbare Krankheiten als häufige ­Phänomene im militärischen Umfeld

Photo
Symptomgestützt diagnostizierte und nur zum Teil labor­dia­gnostisch bestätigten Geschlechtserkrankungen (bzw. Verdachtsdiagnosen) bei den untersuchten Fallschirmjägern und Marinesoldaten
Sexuellübertragbare Infektionen („sexually tansmitted infections“, STI) sind international in den Streitkräften weit verbreitet mit „Lebensprävalenzen“ bis zu 40 % und mehr in Querschnittsstudien [3]. Während die Datenlage zu STI bei US-Soldat(inn)en vergleichsweise gut ist, liegen zu STI bei Soldaten 2 aus Europa nur wenige Informationen vor. Aus diesem Grund wurde eine retrospektive Erhebung der Prävalenz und der Determinanten des Auftretens von STI bei deutschen Fallschirmjägern und Marinesoldaten durchgeführt, indem zufällig ausgewählte Krankenakten aus den medizinischen Abteilungen zweier Kasernen systematisch analysiert wurden. Exemplarisch wurden die Krankenakten von 80 Fallschirmjägern und 80 Marinesoldaten auf Dokumentationen stattgehabter STI und zugehöriger Sexualanamnesen mit Fokus auf dem wahrscheinlichen Übertragungsmodus hin untersucht, um mithin Informationen zu Risikofaktoren sowie Qualitätsdeterminanten des diagnostischen und therapeutischen Managements zu akquirieren.

Den ausführlichen Artikel finden Sie hier.

Datum: 28.04.2020

Verwandte Artikel

Ihre Meinung ist gefragt: Umfrage zur Hepatits C-Testung!

Ihre Meinung ist gefragt: Umfrage zur Hepatits C-Testung!

Hepatitis C bedroht die öffentliche Gesundheit. Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO)1 und der Bundesregierung2 ist es daher, die Erkrankung bis zum Jahr 2030 zu eliminieren.

CRISPR/Cas - Technologische und ethische Implikationen des genetischen Enhancements für die Wehrmedizin

CRISPR/Cas - Technologische und ethische Implikationen des genetischen Enhancements für die Wehrmedizin

Ein „außergewöhnliches Potenzial“ schrieb Oberstarzt Prof. Dr. Lothar Zöller, Leiter des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr, der Genschere CRISPR/Cas zu. Hohe Aktualität und wissenschaftliche Bedeutung stehen dem...

Meist gelesene Artikel

Photo

Der menschliche Faktor

Im Jahr 2005 starb in Großbritannien eine junge Frau bei einem Routineeingriff aufgrund fehlender Beatmung. Die anschließend eingeleitete Untersuchung ergab Folgendes: Die Art des Notfalls war…