Artikel: Wehrmedizinische Monatsschrift 9/2020

SARS-CoV-2: Validierung einer automatischen PCR-Diagnostik

Konstantin Tanida

Bundeswehrkrankenhaus Hamburg, Abteilung XVI – Laboratoriumsmedizin

Hintergrund

PhotoPipettieren an der mikrobiologischen Sicherheitswerkbank; eine FFP2-Maske wird hier nicht getragen, da das Foto bei einer nicht-gezielten diagnostischen Untersuchung aufgenommen wurde. Im Dezember 2019 häuften sich in der chinesischen Metropole Wuhan (Provinz Hubei) Fälle einer infektiösen Lungenkrankheit, die durch ein neuartiges Coronavirus ausgelöst wurden. Aufgrund beobachteter Fälle eines potenziell lebensbedrohlichen Atemwegsbefalls wurde das Virus „Severe Acute Respiratory Syndrome“-Corona-Virus (SARS-CoV-2) genannt. Durch internationalen Reiseverkehr breitete sich SARS-CoV-2 aus und führte zur weltweiten Pandemie.

Als effektive Strategie zur Eindämmung von SARS-CoV-2-Infektionen wird in Deutschland die frühzeitige Identifikation und Isolation der infizierten Personen diskutiert. Der direkte Virusnachweis erfolgt hierbei in medizinischen Laboratorien durch Polymerase-Kettenreaktion (PCR) in mehreren Arbeitsschritten auf unterschiedlichen Geräten. Kommerzielle Hersteller entwickelten SARS-CoV-2-Testverfahren für bereits bestehende geschlossene Einweg-PCR-Systeme, die u. a. von der Bundeswehr im Auslandseinsatz, aber auch zur patientennahen Diagnostik in den Bundeswehrkrankenhäusern (Bw(Z)Krhs), seit mehreren Jahren erfolgreich verwendet werden. Wir berichten nachfolgend über die nötigen Schritte und Herausforderungen bei der Inbetriebnahme eines qualitativen PCR-Testsystems zur SARS-CoV-2-Diagnostik in der Abteilung XXI – Mikrobiologie – des BwKrhs Hamburg.

Hier lesen Sie den ausführlichen Artikel.

Datum: 09.10.2020