Artikel: Wehrmedizinische Monatsschrift 9/2020

Steigendes hsTroponinT im Rahmen von COVID-19: Perimyokarditis oder asymptomatische Myokardischämie?

Matthias Fischer¹, Robert Ritzel², Helge Alexy¹, Christian Busch¹, Christian Kamenik¹

¹ Bundeswehrkrankenhaus Hamburg, Klinik I – Innere Medizin
² Bundeswehrkrankenhaus Hamburg, Abteilung VIII – Radiologie

Einleitung

PhotoNative Multislice-Spiral-CT des Thorax in 1 mm rekonstruierter Schichtdicke: Neben den deutlichen asymmetrisch verteilten, bilateralen Milchglasinfiltraten zeigten sich übergehend nach subpleural Konsolidierungen. Außerdem konnten Bronchiektasien nachgewiesen werden. Die Befunde wurden als für COVID-19 typisch eingestuft. Im Rahmen der SARS-CoV-2 Pandemie wurden im Bundeswehrkrankenhaus (BwKrhs) Hamburg zahlreiche Patienten mit diesem neuartigen Krankheitsbild behandelt. Es bot sich ein sehr heterogenes Patientenkollektiv mit verschiedensten klinischen Verläufen, teilweise schweren Komplikationen und einigen Todesfällen. In einem stetigen Lernprozess wurden hausinterne fachübergreifende Therapie- und Überwachungsstandards erarbeitet. Unter anderem wurde auf der Basis von internationalen Publikationen sowie eigener Erfahrungen eine laborchemische Verlaufsroutine etabliert, um frühzeitig die häufigsten Komplikationen erkennen und behandeln zu können. Hierzu zählen vorrangig bakterielle Superinfektionen, thromboembolische Ereignisse und kardiale Komplikationen. Die folgende Kasuistik soll exemplarisch einen schweren Verlauf von COVID-19 mit kardialen Komplikationen beleuchten.

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Datum: 07.10.2020