Artikel: A. Lison, M. Maul

Team Respect - Die Invictus Games und ihre Bedeutung für die Rehabilitation

Aus dem Zentrum für Sportmedizin der Bundeswehr (Leiter: Oberstarzt Dr. A. Lison) und der ­Sportschule der Bundeswehr (Kommandeur: Oberst M. Maul)

Die Rehabilitation von Soldatinnen und Soldaten mit bleibenden Beeinträchtigungen, die eine besondere berufliche Problemlage ver­ursachen, bedarf eines multimodalen inte­grativen Therapiekonzeptes. In enger Kooperation mit der Sportschule der Bundeswehr (SportSBw) führt das Zentrum für Sportmedizin der Bundeswehr (ZSportMedBw) für Soldatinnen und Soldaten mit schweren muskuloskelettalen Beeinträchtigungen, die im Einsatz sowie in und außer Dienst entstanden sind, und für einsatzbedingt PTBS-Erkrankte mit körperlichen Begleitsymptomen im Rahmen freier Kapazitäten nach Empfehlung durch fachärztliche Untersuchungsstellen für Psychiatrie der Bundeswehr Maßnahmen zur medizinisch beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR) durch. Ziel ist die Stärkung personeller Ressourcen in funktionaler und sozialer Hinsicht, um diese auf das berufliche und private Umfeld der Betroffenen zu transferieren.

PhotoAbb. 1: Fröhliche Schulkinder im Pan Am Center (Foto: ZSportMedBw) Neben allgemein-, präventiv- und ernährungsmedizinischen sowie orthopädischen Interventionen (Intensivreha, komplexe Hilfsmittelversorgung) und einer supportiven psychotherapeutischen Begleitung spielen dabei sporttherapeutische Lehrgänge eine wichtige Rolle. Nach Indikationsstellung und umfassender interdisziplinärer Diagnostik im ZSportMedBw werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch ein hoch erfahrenes Team der SportSBw sportwissenschaftlich und psychologisch betreut. Hierbei werden im Team mit den Betroffenen spezifische, messbare, attraktive, realistische und terminierbare Ziele individuell formuliert und festgeschrieben. Als langfristiges Ziel kann dabei u. a. die Teilnahme an einem sog. Sondervorhaben in Aussicht gestellt werden, sofern hierfür die körperlichen und mentalen Voraussetzungen vorliegen. In dieser Hinsicht herausragend gelten die Invictus Games als wohl bekannteste internationale paralympische Sportveranstaltung für versehrte Soldatinnen und Soldaten. 

Ein langer Weg

Es ist später Vormittag, als wir zusammen mit der französischen Mannschaft in einem Airbus der Armée de l`air vom militärischen Teil des Flughafens Köln-Wahn starten. Wir, das sind der Kommandeur der Sportschule der Bundeswehr als Chief of Mission, der Leiter des Zentrums für Sportmedizin der Bundeswehr als Teamarzt, ein Team der Gruppe Sporttherapie der Sportschule und 20 Soldatinnen und Soldaten mit bis zu zwei von ihnen selbst ausgewählten nahestehenden Menschen. Unser Reiseziel: Toronto, Kanada; unser Auftrag: Repräsentation Deutschlands bei den Invictus Games 2017.

Als wir acht Stunden später auf dem Pearson International Airport landen, haben unsere ­Athletinnen und Athleten, ebenso wie deren Familien und Freunde, mehr als den 6000 km langen Weg über den Atlantik hinter sich. Ihr Weg begann, als sie durch eine einsatzbedingte körperliche oder seelische Schädigung, schwere Verletzung in oder außer Dienst oder Erkrankung mit bleibenden Beeinträchtigungen aus ihrem bisherigen Leben gerissen wurden. Es waren die Schmerzen an Seele und Körper, die Ängste, Verzweiflung, Verbitterung, das Erkennen müssen, dass sich alles geändert hat, die ihren bisherigen Lebensweg völlig veränderten. Und es waren Wege voller Tiefen und Höhen, die ihnen und den Menschen, die ihnen etwas bedeuteten, alle Kraft abverlangten. So unterschiedlich diese Wege auch waren, diese Menschen vereint ihr Wille, nicht stehen zu bleiben, immer wieder aufzustehen und zurück in ein neues Leben kehren zu wollen. Die Spiele geben dieser Haltung einen Leitgedanken: „I am the Master of my Fate, I am the Captain of my Soul”.

Die Invictus Games

Toronto ist der 3. Austragungsort für die Invictus Games. Inspiriert von den Erlebnissen seines Afghanistan-Einsatzes und den Warrior Games 2013 in den USA hatte Prinz Harry 2014 als Schirmherr die paralympische Sportveranstaltung für Kriegsversehrte ins Leben gerufen. Der große Erfolg der Spiele, an denen im Londoner Olympic Park bei der von der BBC übertragenen Abschlusszeremonie mehr als 25.000 Zuschauer den über 400 Soldatinnen und Soldaten aus 13 Nationen zujubelten, führte zur Gründung der Invictus Foundation. Ihre Aufgabe ist die Organisation der Veranstaltung und die Verbreitung der Games, um, wie Prinz Harry bereits 2014 in einem Interview formulierte, die Bedeutung des Sports bei der Gesundung zu demonstrieren, die Rehabilitation zu unterstützen und das Leben jenseits von Behinderung zu zeigen. Ausdrücklich fallen unter die sog. „Wounded Warriors“ auch Soldatinnen und Soldaten mit Beeinträchtigungen, die nicht einsatzbedingt sind. Bei den Wettkämpfen können Medaillen errungen werden, aber um das Miteinander der Nationen zu betonen, ist ein Medaillenspiegel nicht vorgesehen. Als besonderes Zeichen der Wertschätzung und des Respekts für das Erlittene und Erreichte waren bereits bei der Erstveranstaltung auch Familienmitglieder und enge Freunde der Betroffenen als „families and friends“ eingeladen. An den Invictus Games 2016 in Orlando (Florida) nahmen bereits 14 Nationen mit 485 Sportlerinnen und Sportlern teil.

Toronto erwartet uns

Für die Spiele 2017 hatte sich Kanada bereit erklärt, die Veranstaltung in Toronto und der nahen Umgebung auszurichten. Als zentrale Unterkunft für die nunmehr fast 550 Teilnehmer aus 17 Nationen und deren Families and Friends dient das 43stöckige Sheraton Center. Als wir das Hotel betreten, werden wir augenblicklich vom Geist der Invictus Games angesteckt. In der Lobby heißen Menschen in gelben T-Shirts mit dem Invictus-Logo darauf unsere Mannschaft jubelnd willkommen. Und in ihren Gesichtern sehen wir, dass es von Herzen kommt. Es sind Volunteers, freiwillige Helfer, die ehrenamtlich und z.T. unter Einsatz von Urlaubstagen die Spiele unterstützen – mehr als 1500 sind es, die manchmal von weit her gekommen sind. Im Gegensatz zu Deutschland genießen die Spiele besonders in Großbritannien, den USA und Kanada einen hohen Bekanntheitsgrad und großes Ansehen.

PhotoAbb. 2: Team Germany sagt Danke (Foto: ZSportMedBw) Das Sheraton Center steht ganz im Zeichen der Invictus Games. Die bereits angereisten Teilnehmer bevölkern die Eingangshalle, die Stimmung ist ausgelassen. Die ersten verewigen sich per Unterschrift auf den gelben, dreidimensionalen Buchstaben des Invictus Logos: I AM. Vimy, das Maskottchen der Toronto Games in Gestalt eines übergroßen freundlichen Hundes, tanzt, schüttelt Hände und sorgt für Selfies, während ein DJ Musik auflegt, so dass selbst ein paar Rollstuhlfahrer anfangen, sich im Rhythmus zu bewegen. Wir sind müde und können erst nach langem Anstehen zur Akkreditierung tief in der Nacht unsere Zimmer beziehen – Athleten und Angehörige streng voneinander getrennt, versteht sich. Es geht schließlich um Sport und nicht um Erholung, dieser Veranstaltung muss man körperlich und mental gewachsen sein. Hiernach wurden die deutschen Teilnehmer im Vorfeld der Veranstaltung in Warendorf von den Medizinern und Sportwissenschaftlern sorgfältig ausgewählt und vorbereitet. Keiner ist hier, weil er ein Opfer ist, sondern weil er über die Kompetenzen verfügt, Deutschland als Soldatin oder Soldat würdig zu repräsentieren. Das Erringen einer Medaille ist nicht das Hauptziel, „dabei sein ist alles“ hingegen nicht adäquat. Eine gute körperliche Leistungsfähigkeit, die durch sportwissenschaftlich und sportmedizinisch begleitetes selbstständiges Training und vorbereitende Trainingslager in Warendorf bewiesen werden muss, ist grundlegend für die Teilnahme, jedoch bei weitem nicht ausreichend. Alle, auch unsere Kameradinnen und Kameraden, die an PTBS leiden, müssen bewiesen haben, dass sie räumliche Enge, Lärm, Menschenmassen, helles Licht und häufig wechselnde Umgebung ertragen. Für das gesamte Team gelten Disziplin, Ernsthaftigkeit und gebührendes Auftreten, untereinander, aber auch und vor allem im Umgang mit Fremden, gleich welcher Nation.

„Thank you for your service!“

Welchen Stellenwert Respekt und Wertschätzung bei den Invictus Games einnehmen, erfahren wir hier jeden Tag. Die Opening Ceremony im fast 20.000 Zuschauer fassenden, einer Arena gleichenden Air Canada Center berührt einen jeden von uns schon beim Verlassen unseres Mannschaftsbusses. Begrüßt und gefeiert wie Popstars bahnen wir uns winkend und händeschüttelnd den Weg zum Eingang in den Back Stage-Bereich. Und neben vielen guten Wünschen rufen die Menschen immer wieder den Satz, der uns bis zum letzten Tag begleiten wird: „Thank you for your service!“ Wieder haben wir keinen Zweifel daran, dass dies aufrichtig gemeint ist, auf eine ganz menschliche, teilnehmende Art. Die persönliche Begrüßung durch den kanadischen Premierminister Justin ­Trudeau, geprägt von natürlicher Herzlichkeit und Respekt gegen über den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, aber auch den Families und Friends, verleiht dem Festakt einen besonderen Stellenwert. Wir sind wie die anderen Nationen unter den Klängen der Royal 22nd Regiment Band einmarschiert, erstmals in einem speziell für die Toronto-Games von der Bundeswehr zur Verfügung gestellten, einheitlichen Anzug. Wir sind dankbar dafür, denn jede Nation trägt einen solchen. Er gibt uns die äußerliche Würde, die dem Stellenwert Deutschlands im Reigen der Nationen entspricht und eint uns als Invictus Team Deutschland. Doch der Einmarsch der Nationen ist für uns als Chief of Mission und als Sanitätsoffizier mehr, als die uns gewohnten Zeremonien der CISM-Veranstaltungen in Warendorf. Denn jede und jeder Einzelne, die hier an uns vorbei gehen, humpeln oder rollen, haben Schlimmes durchgemacht. Wir sehen die Lähmungen, Amputationen und äußeren Narben und wissen um die seelischen Narben, die diese Frauen und Männer in sich tragen. Und dann steht er vor uns, der Mann, der den Invictus Gedanken trägt wie kein anderer: Prinz ­Harry. Er macht deutlich, worum es bei Invictus wirklich geht. Eben nicht nur darum, dass Veteranen von ihren körperlichen und mentalen Wunden genesen, sondern auch darum, mit deren Beispiel von Stärke und Optimismus andere Menschen zu inspirieren, diesem in ihrem eigenen Leben zu folgen. Uns wird erstmals die Tragweite des Invictus Gedankens klar. Jeder, der sich auf diesen Weg machen musste, jeder, der ihn beginnt und nicht nur die, die hier sind, sind Teil einer Idee, symbolisiert durch die Invictus Family. Es gibt Kritiker, die hinter den Zeremonien, den Botschaften, dem Auftreten hoher und höchster Generalität und Politikern eine Verharmlosung erlittener Behinderungen, eine Heroisierung und übermäßigen Patriotismus vermuten, so in einem TV-Bericht des WDR, der diese Frage aufwirft und während der Spiele gesendet wird. All dies mag für Außenstehende so anmuten, besonders für uns Deutsche, die in historischer Verantwortung leben sollten. Aber wer hier gewesen ist, wer die Menschen vor Ort erlebt hat, seien es die Teilnehmer, deren Familien und Freunde, seien es die Volunteers, die Zuschauer, die Schulkinder, die klassenweise bei den Veranstaltungen dabei sind, die Polizisten, die unsere Busse auf Motorrädern auf der Fahrt zu den Sportstätten eskortieren, selbst die Menschen in den Straßen Torontos, der versteht. Welcher andere Event, welche andere Idee könnte über alle nationalen Bezüge hinweg besser als eine paralympische Sportveranstaltung für Soldatinnen und Soldaten das alle einende Schicksal von Menschen mit Handicap verdeutlichen und zeigen, was Miteinander, Respekt und Wertschätzung für diese Menschen und deren Familien und Freunde bedeuten? Hier wird Rehabilitation gelebt, das wieder Teilhaben im besten Sinne „invictus“ (= unbezwungen) zu sein.

Gewinner und Sieger

PhotoAbb. 3: Prinz Harry im Gespräch mit Veteranen (Foto: ZSportMedBw) Was das für den einzelnen bedeutet, ist unterschiedlich. Wir erleben in den nächsten Tagen Sportlerinnen und Sportler, die ein ganzes Jahr kaum etwas anderes getan haben, als für die Spiele zu trainieren, um Höchstleistung zu erbringen, eine Medaille zu erringen, für sich, für ihr Land, für das Gefühl wieder wahrgenommen zu werden. Mitgereiste Fahrradtechniker bereiten High-Tech-Rennmaschinen professionell für die Cycling-Disziplinen vor, beim Indoor-Rowing und Schwimmen sehen wir Athletinnen und Athleten, deren Gestalt stark an professionelle Profisportler erinnert. Hier fühlen wir den unbedingten Leistungsgedanken und spüren den Druck, der sich dadurch auf unsere Kameradinnen und Kameraden legt. Chancenlosigkeit wird empfunden, schließlich würde jeder gern eine Medaille mit nach Hause nehmen, ein schier unmögliches Unterfangen. Dass unsere Mannschaft angesichts so viel leistungsorientierten Auftretens einiger Teilnehmer dennoch fünf Medaillen erringt, überrascht uns schließlich selbst. Aber es gelingt uns durch die gute Vorbereitung und das tägliche Coaching, den eigentlichen Sinn der Spiele im Focus zu halten. Es sind viele Momente, Gespräche und Begebenheiten, die uns dabei helfen. General Kurczyk, AbtLtr Kdo SKB und der Beauftragte für PTBS, Generalarzt Dr. Mattiesen, begleiten uns einige Tage, Staatsekretär Dr. Brauksiepe besucht uns für einen Nachmittag, der DEU Generalkonsul Peter Fahrenholz lädt zu sich nach Hause ein und der DEU Militärattaché OTL i.G. Hülshoff kümmert sich rührend um alle. Angesichts der Anwesenheit höchster Generalität und Politiker anderer Nationen sowie prominenter Persönlichkeiten, wie Melania Trump, Bruce Springsteen oder Bryan Adams, und der damit verbundenen nationalen Berichterstattung ist dies ein für die Mannschaft wichtiges Zeichen der Wahrnehmung. Als verantwortliche Offiziere vor Ort führen wir Gespräche mit den Offizieren und Sportlern anderer Nationen und spüren auch hier, dass die weitaus größte Zahl der Teilnehmer die Spiele als das betrachten, wofür sie der Schirmherr ins Leben gerufen hat. Dass selbst ein Gewinn ist, als letzter ins Ziel zu kommen, weil man für seine Leistung respektiert wird. So wie der amerikanische Schwimmer, der die 50 m Freistil in seiner Startgruppe als einziger mit beidseits gelähmten Beinen zurücklegen muss und nach 30 m so erschöpft ist, dass er nicht mehr weiter kann. Die übrigen Schwimmer sind längst im Ziel. Doch als sich sämtliche Zuschauer in der riesigen Schwimmhalle des Pan Am Centers erheben und ihm zujubeln, da beginnt er los zu schwimmen, muss wieder unterbrechen, aber er erreicht schließlich das Ziel, und alle anderen, die mit ihm gestartet sind, helfen ihm aus dem Wasser, setzen ihn in den Rollstuhl und gratulieren. Die Halle scheint zu bersten vor Begeisterung. Als wir den Mann und seine Familie später treffen und ihnen unsere Hochachtung zollen, sagt er uns, dass er von Anfang an gesehen habe, dass er in dieser Gruppe Letzter sein würde und noch nie die 50 m Kraulschwimmen geschafft habe. Aber er sei gestartet mit dem Gedanken, heute seine ganz eigene Medaille zu erlangen.

Respekt und Wertschätzung

So haben auch unsere Männer und Frauen, aber auch deren Angehörige, ihre persönlichen Siege errungen. Einigen war Edelmetall vergönnt, aber mehr wert sind die besonderen Momente, die in Erinnerung bleiben, das Erleben von Selbstwirksamkeit, Anerkennung, das über sich selbst Hinauswachsen können, der entgegengebrachte Respekt und die Wertschätzung. So liegt für uns der größte Erfolg unserer Mannschaft nicht in den erzielten Einzelleistungen, sondern in ihrem Verhalten im Miteinander mit den anderen Nationen. Das Anfeuern der eigenen Athleten von den Rängen, der faire Applaus für alle anderen, das stets freundschaftliche, respektvolle Auftreten verhilft uns zu großem Ansehen in der Invictus Familiy. Ausdruck dieser gelebten Haltung im Sinne der Spiele ist die Bildung einer deutsch-­irakischen Sitzvolleyball-Mannschaft. Nach dem gesundheitsbedingten Ausfall von zwei unserer Spieler ist die Teilnahme des deutschen Teams nicht möglich. Die Invictus Organisation schlägt darauf vor, drei amputationsverletzte Iraki mit in die Mannschaft zu nehmen. Für unsere an PTBS Erkrankten ist dies ein denkbar schwerer Schritt, erinnert doch das Aussehen der irakischen Soldaten an vergangene Situationen. Aber die Wahrnehmung des schweren Schicksals dieser Menschen ist stärker, als die Angst vor dem Trigger. Wir setzen ein Zeichen und nennen die neue Mannschaft Team Respect. In den Ge­sichtern der schwerstbehinderten irakischen Soldaten sehen wir, was das auch mit ihnen macht.

Eine Idee, die trägt

Es ist dieser Gedanke, der die Bewerbung, Vorbereitung und Teilnahme an den Invictus Games zu einem wichtigen Instrument der Rehabilitation macht. Es sind diese Erfahrungen, die unsere Kameradinnen und Kameraden und deren Angehörige über die Games hinaus im Sinne eines Transfers stärken, ihren Weg weiter zu gehen und dabei anderen, die ihnen nachfolgen wollen, diesen Weg zu weisen. Wieder ist es Prinz Harry, der bei der Closing Ceremony für alle einen Auftrag formuliert: „Ich will von Euch, dass ihr euch ein neues Invictus Ziel setzt. Macht einen Plan, wie ihr die Erfahrung dieser Woche nutzt, um allen anderen, um euch aufzuhelfen. (…) Diese Spiele sind nicht nur für die, die schon entschlossen sind, diese Spiele sind für die, die sie am nötigsten brauchen. Bitte helft uns, sie zu finden“. 

Anschrift für die Verf.:
Oberstarzt Dr. Andreas Lison
Leiter
Zentrum für Sportmedizin der Bundeswehr
Dr.-Rau-Allee 32, 48231 Warendorf
E-Mail: AndreasLison@bundeswehr.org

Datum: 28.06.2018

Quelle: Wehrmedizin und Wehrpharmazie 1/2018