04.06.2021 •

Wie gelangen Strahlenopfer ohne Eigen- und Fremdgefährdung ins Krankenhaus?

Michael Grunerta, Matthias Port b, Helmut Birkenmaier c, Burkhard Klemenz d

a Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Abteilung XV – Nuklearmedizin
b Institut für Radiobiologie der Bundeswehr, München
c Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Klinik X – Anästhesie, Intensiv-, Notfallmedizin und Schmerztherapie

Einleitung und Hintergrund

Das medizinische Management von Strahlenunfällen hat zum Ziel, die Gesundheit der strahlenexponierten Patienten wiederherzustellen und zu erhalten.

Für eine adäquate medizinische Versorgung – sei es im zivilen Umfeld („Dirty Bomb“) oder in einem militärischen Konflikt (Role 2–4) – ist deshalb die enge Zusammenarbeit von präklinischen und klinischen Experten eine zwingende Voraussetzung.

Strahlendosimetrie bei einem Unfallopfer im Rahmen einer Übung des InstRadBioBw
Strahlendosimetrie bei einem Unfallopfer im Rahmen einer Übung des InstRadBioBw
Quelle: Bundeswehr/InstRadBioBw

Vor diesem Hintergrund und den aktuellen Vorgaben für die Gesundheitsversorgung im Fähigkeitsprofil der Bundeswehr 2031+ (FP 2031+) fand im November 2020 ein virtueller, fächer- und dienststellen-übergreifender Workshop zur Vorbereitung einer Notfallübung am Bundeswehrkrankenhaus (BwKrhs) Ulm statt. Teilnehmende waren

  • Mitarbeiter aus dem Institut für Radiobiologie der Bundeswehr (InstRadBioBw) und dessen Leiter, Oberstarzt Prof. Dr. Port,
  • aus der Abteilung F der Sanitätsakademie der Bundeswehr (SanAkBw) Oberfeldarzt Priv.-Doz. Dr. Steinritz, Leiter der TaskForce ABC,
  • aus dem BwKrhs Ulm Mitarbeiter der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfallmedizin und Schmerztherapie unter der Leitung von Herrn Oberstarzt Dr. Birkenmaier, Leitender Arzt der Sektion Notfallmedizin, und
  • Mitarbeiter der Abteilung Nuklearmedizin des BwKrhs Ulm unter Leitung von Oberstarzt Dr. Klemenz.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

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