Psychosoziale Folgen bei medizinischem Personal nach dem Einsatz in der Corona-Pandemie – ein systematisches Literaturreview

Gerd D. Willmund¹, Yasmin Youssef¹, Christian Helms¹, Antje Bühler¹, Peter Zimmermann¹, Ulrich Wesemann¹

¹ Bundeswehrkrankenhaus Berlin, Psychotraumazentrum der Bundeswehr

Zusammenfassung

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„Betreuungspyramide“ zur Prävention und ggf. Intervention bei psychischen Belastungen
Problemstellung: Die SARS-CoV2 Epidemie ist aktuell unbestritten die entscheidende Herausforderung weltweiter Gesundheitssysteme und des dort eingesetzten medizinischen Personals.

Fragestellung: Mittels einer systematischen Literaturanalyse sollte herausgefunden werden, ob bei medizinischem Personal eine bestimmte Symptombelastung im Zusammenhang mit einer Pandemie auftritt und welche Auswirkungen die COVID-19-Exposition auf eine psychische Symptombildung hat.

Methoden: Den PRIMSA-Richtlinien folgend wurde die PubMed-Datenbank hinsichtlich klinischer Querschnitts- und prospektiver Längsschnittstudien systematisch durchsucht, die psychosoziale Belastungen des eingesetzten Personals in der aktuellen Pandemielage prüften. Von 414 gescreenten Arbeiteten wurden 29 Veröffentlichungen in die endgültige Analyse nach Entfernen von Duplikaten und Arbeiten ohne Originaldaten einbezogen.

Ergebnisse: Über alle eingeschlossenen Untersuchungen hinweg zeigte sich beim medizinischen Personal psychische Symptomlast in Form von Angststörungen, depressiven Störungen, Insomnie und Stressbelastung bzw. belastungsreaktiven Störungen mit geschlechts- und professionsabhängigen Unterschieden der Prävalenzen.

Schlussfolgerung: Eine COVID-spezifische psychosoziale Belastung des medizinischen Personals ist anzunehmen, die vor allem bei wenig unkontrollierbarer Pandemielage stärker ausgeprägt ist.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie hier.

Datum: 16.09.2020

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