01.03.2024 •

Die regionale Versorgung verändert sich – was bewegt uns?

Armin Kalinowski

„Die Gesundheit ist zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“.

Egal, ob dieser Aphorismus vom Philosophen Arthur Schopenhauer stammt oder erst später entwickelt wurde, er bleibt allgemeingültig und ist bei den Menschen hoch akzeptiert.

Die Sicherstellung von Gesundheit als Quelle von Lebensglück und Grundlage von Leistungsfähigkeit ist in entwickelten, modernen Gesellschaften ein bedeutender Faktor für politische und soziale Stabilität. Aufgrund dieser zunehmenden Bedeutung gehört Gesundheitsversorgung zu den wenigen zukunftsweisenden globalen Megatrends.

Es bestehen enge naturgesetzliche Beziehungen zwischen Gesundheit und Leistung. Es ist breiter Konsens, dass für die Einsatzbereitschaft von Streitkräften eine stabile und aktive Gesundheitsversorgung überragende Bedeutung hat. Der Sanitätsdienst der Bundeswehr ist dabei eine Erfolgsgeschichte. Er hat sich zu einem der weltweit führenden militärischen Gesundheitssysteme entwickelt. Wesentliche Erfolgsfaktoren dafür waren die Durchsetzung professioneller Vorgaben analog zum zivilen Gesundheitssystem, konsequente Weiterentwicklung der Wehrmedizin und vor allem die Selbstständigkeit als Organisationsbereich seit nunmehr über 20 Jahren. Es ist immer wieder irritierend, dass bei fast jeder Strukturdiskussion diese Selbstständigkeit in Frage gestellt wird – sie ist und bleibt ein Kern des Erfolges.

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr hat seine hohe Leistungsfähigkeit vor allem entlang den Erfahrungen aus Auslandseinsätzen sowie Missionen in Katastrophenfällen entwickelt. Die sogenannte Rettungskette integriert alle Versorgungsebenen und -sektoren harmonisch und hat ihre Exzellenz immer wieder bewiesen. Die Auswertung der Einsätze und die wissenschaftliche Beschäftigung mit wehrmedizinischen Themen hat die Qualität der Versorgung weit vorangebracht und hat sogar einigen Einfluss auf die zivile Gesundheitsversorgung, besonders im Bereich der Traumatologie und der Notfallmedizin.

Die aktuellen Strukturen des Sanitätsdienstes bilden ein vollständig integriertes Gesundheitssystem ab, einzigartig in Deutschland. Durch enge organisatorische und ressourcenbestimmende Vorgaben entstanden naturgemäß manchmal ungünstige Schnittstellen, insgesamt jedoch funktioniert das Gesamtgebilde sehr gut. Bemerkenswert ist allerdings, dass der Sanitätsdienst der Bundeswehr entlang eines ständigen Qualitätsanstiegs nicht größer wurde, sondern Dienstposten verloren hat.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie hier.


Verwandte Artikel

Patientenversorgung im Reservelazarett III Frankfurt am Main zu Beginn des Zweiten Weltkrieges

Patientenversorgung im Reservelazarett III Frankfurt am Main zu Beginn des Zweiten Weltkrieges

Die Frankfurter Reservelazarette (ResLaz) wurden zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in den größeren örtlichen Kliniken eingerichtet.

Wehrmedizin und Wehrpharmazie 4 / 2024

Zu wenige Kliniken für Kriegsfall

Zu wenige Kliniken für Kriegsfall

Deutschland besitzt fünf Bundeswehrkrankenhäuser – diese reichen im Falle eines Krieges nicht aus. Ärzte und Pfleger würden an der Front benötigt, so Johannes Backus, Kommandeur der Gesundheitseinrichtungen der Bundeswehr. Er fordert auch...

Sanitätsdienst der Bundeswehr und DEGEMED sprechen über Kooperationsmöglichkeiten

Sanitätsdienst der Bundeswehr und DEGEMED sprechen über Kooperationsmöglichkeiten

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr und die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e. V. (DEGEMED) identifizieren gemeinsam Themenfelder und Kooperationsmöglichkeiten zur Verbesserung der medizinischen Versorgung für Angehörige der...

Meist gelesene Artikel