21.04.2022 •

17. Medical Biodefense Conference 2021 im hybriden Format

Bereits seit Jahren zählt die vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr veranstaltete Medical Biodefense Conference zum weltweit führenden medizinischen Forum auf dem Gebiet der biologischen Gefahrenabwehr.

Mit mehr als 450 Teilnehmenden – teils in München, teils im World Wide Web – war die zweieinhalbtägige Medical Biodefense Conference 2021 (29. September–1. Oktober 2021) des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr trotz der Widrigkeiten durch die Corona-Pandemie ein großer Erfolg.

Ursprünglich geplant bereits für das Jahr 2020, musste die Veranstaltung aufgrund der pandemischen Lage auf Herbst 2021 verschoben werden. Um Planungssicherheit zu erreichen wurde bereits früh entschieden, erstmals auf ein Hybrid-Konzept zu setzen: Eine Präsenzveranstaltung für eine begrenzte Zahl an Teilnehmern, um wieder einen wissenschaftlichen Diskurs mit persönlichen Gesprächen aufleben zu lassen, aber auch eine Online-Teilnahme, um allen Interessierten ortsunabhängig die Möglichkeit zu geben, der Veranstaltung beizuwohnen und aktiv daran teilzunehmen.

Letztendlich konnten sich mehr als 450 Teilnehmende, u. a. aus der EU, den USA, Großbritannien, Mali und der Ukraine, in 16 wissenschaftlichen Sitzungen bei mehr als 95 Fachvorträgen über die Neuigkeiten im wehrmedizinischen B-Schutz und in angrenzenden Bereichen informieren. Das Spektrum der Vorträge reichte dabei von Antimicrobials, Bakteriophagen und Bioforensik über Dual-Use-Research of Concern bis hin zu Outbreak Management einschließlich Zoonosen.

Etwa die Hälfte der Teilnehmenden waren tatsächlich unter einem strengen Hygieneregime in München vor Ort anwesend, die anderen nahmen virtuell an den Sitzungen teil. Ebenfalls etwa die Hälfte der Vorträge wurden von extern eingespielt, Online-Zuhörer nahmen an der Diskussion rege teil. Debatten und „Networking“ verliefen dagegen im Vergleich zu einer reinen Präsenzveranstaltung aufgrund der reduzierten Präsenzteilnehmer deutlich ruhiger ab. Das Konferenzdinner, zur Einhaltung der Abstandsregeln im Festzelt im bayrischen Stil, war allerdings ein voller Erfolg. Ein ausgefeiltes Hygienekonzept während der Tagung sorgte für maximale Sicherheit der Anwesenden.

In einem waren sich daher am Ende alle einig: Es war richtig mit dem hybriden Format der Tagung einen Schritt in Richtung Normalität zu gehen und den Blick nach vorne zu richten. So konnte man auch mit Themen jenseits der Pandemie wieder in einen wissenschaftlichen internationalen Austausch mit Kollegen treten und Ideen austauschen.

Einige ausgewählte Abstracts von Vorträgen werden im E-Paper dieser Ausgabe in deutscher Übersetzung­ ­vorgestellt. Der vollständige Abstract-Band steht unter zum Downlaod zur Verfügung.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie hier.


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