Leichte Luftlanderettungszentren aus dem Sondervermögen Bundeswehr

Das Luftrettungszentrum leicht verfügt unter anderem über eine Ambulanz, einen OP und intensivmedizinische Pflegekapazitäten
Bundeswehr/Patrick Grüterich

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr erhält neue leichte Luftlanderettungszentren. Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat heute das Unternehmen M. Schall GmbH & Co.KG beauftragt, acht solcher Systeme bereitzustellen. Der Vertrag hat ein Volumen in Höhe von circa 40 Mio. Euro und wird aus dem Sondervermögen der Bundeswehr finanziert. Mit Billigung durch den Haushalts- und Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages wurde im Januar 2023 der entscheidende Meilenstein zur Beschaffung dieses Projektes gelegt.

Die mobilen Sanitätseinrichtungen, in der die notfallmedizinische und -chirurgische Erstversorgung von Patienten gewährleistet wird, verfügen unter anderem über eine Ambulanz, einen OP und intensivmedizinische Pflegekapazitäten.

"Mit den neuen leichten Luftlanderettungszentren werden die seit 2003 in der Nutzung befindlichen Systeme regeneriert und fehlendes Material neu beschafft", sagt der zuständige Projektleiter im BAAINBw, Oberfeldapotheker René Schliebener, anlässlich des heutigen Vertragsschlusses. 

Die neue Sanitätsausstattung sorge für verbesserte Behandlungsmöglichkeiten der Soldatinnen und Soldaten in den Einsatzgebieten. So sei beispielsweise ein neues, tragbares Röntgen- und ein Knochenchirurgiegerät Bestandteil der Ausstattung - letzteres könne entweder bei der operativen Öffnung einer Schädeldecke (Schädeltrepanation) oder der Behandlung komplizierter Knochenbrüche eingesetzt werden. Auch bei der grundsätzlichen Ausstattung gibt es Änderungen; so ist die Beleuchtung auf LED Technik umgestellt und die neuen Zelte sind deutlich leichter als ihre Vorgänger.

Die neuen mobilen Sanitätseinrichtungen sind über 30 Tonnen leichter als die Vorgängersysteme sowie auch hinsichtlich des Volumens sehr stark reduziert und somit für den Lufttransport optimiert. Alle neuen Geräte sind zudem auf eine hohe Autarkie ausgelegt und mit Akkus ausgestattet. Das ermöglicht eine kontinuierliche Behandlung von verletzten Personen auch bei Ausfall der Stromerzeugeraggregate. Auch diese werden durch Anlagen auf neuestem Stand der Technik ersetzt.

Im vierten Quartal dieses Jahres soll die erste Ausstattung an die Bundeswehr übergeben werden. Die Auslieferung des letzten der acht Systeme ist für Ende 2024 vorgesehen. Der Vertrag beinhaltet zudem eine Option über die Lieferung weiterer acht Systeme.


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