13.08.2018 •

Bilaterales Jahresprogramm ­Deutschland – Jordanien 2017

ie Kooperation zwischen dem Zahnmedizinischen Dienst der Königlichen Jordanischen Streitkräfte und der Bundeswehr ist ein noch junges Projekt, welches mittlerweile Fahrt aufnimmt. Der Startpunkt wurde im November 2016 mit dem Besuch einer deutschen Delegation in Jordanien unter der Führung des Inspekteurs des Sanitätsdienstes, Herrn Generaloberstabsarzt Dr. Michael Tempel, gesetzt. So war neben anderen deutschen Sanitätsoffizieren mit Oberfeldarzt Dr. Michael Lüpke (Bundeswehrkrankenhaus Hamburg) auch ein deutscher Sanitätsoffizier Zahnarzt als Referent auf der „8th International Conference of the Royal Medical Service“ eingeladen, wo er zur implantatprothetischen Behandlung in den deutschen Streitkräften vortrug. 

Auf dieser Konferenz konnten die ersten Kontakte geknüpft werden, die im November 2017 mit dem zweiwöchigen Besuch eines hochrangigen Vertreters des Zahnärztlichen Dienstes der Königlichen Jordanischen Streitkräfte im Rahmen des bilateralen Jahresprogramms ihre Fortsetzung fanden. Brigadegeneral (Zahnarzt) Dr. Riyad Habahbeh besuchte für zwölf Tage die Abteilung XXIII – Zahnmedizin des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg, wo er vielfältige Einblicke in die zahnärztliche Behandlung der deutschen Soldaten und Soldatinnen gewinnen konnte. Von Hause aus zahnärztlicher Prothetiker, war er besonders an der implantatprothetischen Versorgung in den deutschen Streitkräften und deren Regularien interessiert. Sein Interesse galt aber auch der generellen medizinischen Versorgung in der Bundeswehr. Diese war unter anderem auch Gesprächsthema bei einem Treffen mit dem Kommandeur des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg, Herrn Generalarzt Dr. Joachim Hoitz, bei dem verschiedene sanitätsdienstliche Aspekte erörtert wurden (Abb. 1). Am Rande des Deutschen Zahnärztetages in Frankfurt fand ein Treffen mit dem Leitenden Zahnarzt der Bundeswehr, Herrn Flottenarzt Dr. Helfried Bieber, statt, bei dem beispielsweise die zahnärztliche Versorgung der in Jordanien stationierten ­deutschen Soldaten besprochen wurde. Einer der Höhepunkte seines Besuchs war für Dr. ­Habahbeh sicherlich das Treffen mit dem damaligen Generalinspekteur der Bundeswehr, Herrn General Volker Wieker, der es sich nicht nehmen ließ, den jordanischen Gast persönlich zu begrüßen (Abb. 2). Eine Besichtigung verschiedener Sehenswürdigkeiten der Stadt Hamburg bildete den Abschluss eines Besuches, der neben einem fachlichen Austausch auch viele Möglichkeiten für ein persönliches Kennenlernen geboten hat. So bleibt zu hoffen, dass sich in der Zukunft ein enger fachlicher Austausch zwischen beiden zahnärztlichen Diensten Jordaniens und Deutschlands entwickelt. 

Oberstarzt Dr. Michael Lüpke
Bundeswehrkrankenhaus Hamburg
E-Mail: michaelluepke@bundeswehr.org

Alle Bildrechte beim Verfasser

Datum: 13.08.2018

Quelle: Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2/2018

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