Artikel: Wehrmedizinische Monatsschrift 9/2020

Neurologische Manifestationen bei SARS-CoV-2- Infektion und intensivpflichtigen COVID-19-Patienten

Alexander Sigl¹, Patrick Heinz¹, Monika Meister¹, Andreas Harth¹, Jens Metrikat¹

¹ Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Klinik für Neurologie

Zusammenfassung

PhotoPathophysiologisches Modell der ZNS-Beteiligung bei SARS-CoV-2-Infektion (aus M. FOTUHI et al.) Seit dem Ausbrechen der Infektion mit dem Servere Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) Ende 2019, von dem auch die Bundeswehrkrankenhäuser betroffen sind, häufen sich Berichte über neurologische Manifestationen im Rahmen der Pandemie. Wir nehmen Einzelfälle von COVID-19-Patienten am Bundeswehrkrankenhaus Ulm zum Anlass, wehrmedizinisch relevante neurologische Aspekte der aktuellen Literatur mit Stand bis Juli 2020 darzustellen.

Neurologische Manifestationen betreffen sowohl das periphere (z. B. Guillain-Barré-Syndrom), als auch das zentrale Nervensystem (z. B. Schlaganfall oder Enzephalopathie). Bei drei COVID-19-Patienten traten neurologische Auffälligkeiten während der intensivmedizinischen Behandlung im Bundeswehrkrankenhaus Ulm auf, bei einem SARS-CoV-2 positivem Patienten ­während der Behandlung auf der Stroke Unit. Eine Unterscheidung zwischen spezifischen Folgen der Virusinfektion und bekannten Folgen eines intensivmedizinischen Aufenthalts von kritisch Kranken erweist sich zum aktuellen Zeitpunkt als herausfordernd.

Wichtig ist die Erkenntnis, dass COVID-19-Patienten auch neurologische Symptome entwickeln können. Umgekehrt sollte bei Patienten mit neurologischen Symptomen auch eine SARS-CoV-2-Infektion als mögliche Ursache berücksichtigt werden.

Neurologische Komplikationen im Zuge einer intensivmedizinischen Behandlung von COVID-19 Patienten bedürfen einer fachneurologischen Expertise mit ­Berücksichtigung langfristiger neurorehabilitativer Aspekte.

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Datum: 28.09.2020