Artikel: Wehrmedizinische Monatsschrift 6-7/2020

Infektiologie meets Orthopädie/Unfallchirurgie – Case Report einer tuberkulösen Arthritis (Poster-Abstract)

Philipp Stauß, Marvin Häusler, Matthias Johann

Bundeswehrkrankenhaus Hamburg, Klinik XIV – Orthopädie und Unfallchirurgie

Einleitung

PhotoAbb. 1: MRT Mai 2018 (PD-Wichtung im Sagittalschnitt): Kniegelenkszyste vor OP Osteoartikuläre Tuberkulose ist durch ihre unspezifischen Symptome eine gut maskierte Erkrankung mit einer hohen Anfälligkeit für Fehldiagnosen und Fehlbehandlung. So sind ca. 15 % aller Tuberkulosen ein asymptomatischer Zufallsbefund und betreffen meist im Ausland geborenen Patienten. Gerade in Zeiten konstant hoher Tuberkulosezahlen in Deutschland (5 486 in 2017) sollte die Differenzialdiagnose einer tuberkulösen Arthritis in atypischen Fällen bedacht werden.

In 1,4 % der Fälle sind Knochen und Gelenke primär betroffene Hauptorgane einer Tuberkulose, insgesamt liegt die extrapulmonale Organbeteiligung bei 26,1 %. Somit muss in jedem Fachgebiet die Tuberkulose als eine ­mögliche Differenzialdiagnose berücksichtigt werden. Im Folgenden berichten wir über einen 37-jährigen Patienten, der sich seit wenigen Jahren in Deutschland aufhält und an einer tuberkulösen Arthritis erkrankt ist. Nach einer kurzen tuberkulosespezifischen Anamnese werden die Meilensteine bis hin zur Therapieeinleitung entlang eines Zeitstrahls mit hierzu passenden Abbildungen dargestellt.

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Datum: 17.07.2020