Artikel: Wehrmedizinische Monatsschrift 3-4/2020

Neustrukturierung der Grundausbildung im Heer – Evidenzbasierte Begleitung durch das Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr

Ulrich Rohde, Dieter Leyk 
(Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr)

Einleitung

PhotoAbb. 1: Das SGT bildet typische militärische Belastungen realitätsnah ab: (A) Bewegen im Gelände, (B) Verwundetenrettung, (C) Tragen von Lasten und (D) Heben von Lasten. Die nachlassende körperliche Fitness vieler junger Erwachsener entwickelt sich zu einem wachsenden Problem für die Streitkräfte. So sind Rekrutinnen und -Rekruten immer häufiger den körperlichen Anforderungen der 12-wöchigen Grundausbildung (GA) nicht mehr gewachsen. Neben diesem Leistungsaspekt ist von -Bedeutung, dass das Risiko für Verletzungen und Erkrankungen in der militärischen Ausbildung bei unzureichender körperlicher Fitness deutlich erhöht ist (Präventionsaspekt).

Aufgrund der seit Jahren bestehenden Negativentwicklung wurde vom Deutschen Heer, der Streitkräftebasis und dem Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr (InstPrävMedBw) ein neues Grundausbildungskonzept zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit entwickelt und im Rahmen einer vergleichenden Pilotstudie (Interventionsgruppe mit neuer GA (IG) versus Kontrollgruppe mit alter GA (KG)) überprüft. Kerninhalte des neuen GA-Konzeptes waren: 

  • Bildung von 3 Leistungsgruppen (LG 1-2-3) anhand der Basis-Fitness-Test (BFT)  Ergebnisse, 
  • differenziertes und leistungsangepasstes Training in Leistungsgruppen durch hauptamtliche „Trainer Sport/KLF“ sowie 
  • Erhöhung des Sportanteils sowie Gefechtsausbildung erst ab der 7. GA-Woche.


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Datum: 15.05.2020