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GESUNDHEITSFÖRDERUNG UND PRÄVENTIONSFORSCHUNG IM KONTEXT VON ARBEIT UND LEISTUNG

Aus der Laborabteilung IV -Wehrmedizinische Ergonomie und Leistungsphysiologie- (Leiter: Oberstarzt Prof. Dr. Dr. D. Leyk) am Zentralen Institut des Sanitätsdienstes der Bundeswehr Koblenz (Leiter: Flottenarzt Dr. H. Bergmann) ¹, dem Institut für Physiologie und Anatomie der Deutschen Sporthochschule Köln ², dem Führungsstab I des Sanitätsdienstes (Stabsabteilungsleiter: Generalarzt Dr. Ch. Veit) im Bundesministerium der Verteidigung Bonn ³ , dem Strategiezentrum Gesundheit Gesundheitscampus NRW Bochum⁴, dem Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin e.V. ⁵, dem Institut und Poliklinik für Arbeitsmedizin, Umweltmedizin und Präventionsforschung der Universität zu Köln ⁶ und der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention e.V. ⁷

Von Dieter Leyk¹,², Willi Gorges¹, Heinz Bergmann¹, Max Wunderlich², Dieter Eßfeld², Ulrich Eickstädt³, Peter Bezrouk³, Andreas Meyer-Falcke⁴, Stephan Letzel⁵, Claus Piekarski⁶ und Herbert Löllgen⁷

Zusammenfassung

Hintergrund: Die Reduktion von Bewegung und körperlicher Arbeit in Beruf, Verkehr, Haushalt und Freizeit, ungünstige Verhaltensdispositionen und Einstellungen haben zu gesundheitlich negativen Entwicklungen geführt.

Auch in der Arbeitswelt wirken sich diese zusehends deutlicher aus. Oftmals kommt es bei physisch inaktiven und übergewichtigen Erwerbstätigen bereits im mittleren Lebensalter zu gesundheitlichen Einbußen, abnehmender Belastbarkeit und geringerer Arbeitsproduktivität. Unabhängig von demografischen Veränderungen werden gesunde und leistungsstarke Arbeitnehmer sowohl für Gesellschaft, Wirtschaft wie auch für die Bundeswehr immer wichtiger, was die Dringlichkeit effizienter und adressatengerechter Prävention unterstreicht.

Methoden:

Der Zentrale Sanitätsdienst hat mit dem „Koblenzer Modell“ ein fachübergreifendes, international anerkanntes zivil-militärisches Wissenschaftsnetzwerk aufgebaut, dessen zentrales Element ein integratives Datenmanagement ist. Im Rahmen von Tätigkeitsanalysen in der Truppe, bei Reihenuntersuchungen und Labortests werden Daten mit einem multi-methodalen Untersuchungsansatz erhoben.

Ergebnisse:

Die Analyse von tätigkeitsrelevanten, leistungsphysiologischen und -psychologischen wie auch individuellen Merkmale kann im Sinne der Vorlaufforschung zur Beratung, für Interventionen sowie zur Optimierung soldatischer Leistung, militärischer Ausrüstung und Arbeitsplätze genutzt werden. Potenzial und Synergieeffekte des interdisziplinären Forschungsmodells werden an wehrmedizinisch wie auch präventivmedizinisch relevanten Beispielen dargestellt (Bedeutung tätigkeitsspezifischer Referenzdaten für die Bundeswehr; Gesundheits- und Leistungstendenzen bei jungen Erwachsenen und Soldaten; Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen für Erwerbstätige im mittleren und höheren Lebensalter).

Schlussfolgerungen:

Internationale Studien und die im Koblenzer Modell erhobenen Daten belegen, dass die Bundeswehr vor einer großen „Präventionsaufgabe“ steht, da die Diskrepanz zwischen individuellem Leistungsvermögen und den körperlich fordernden Einsatzaufgaben wachsen wird. Dies erfordert eine bedarfs- und ressourcenorientierte Präventionsforschung, die sowohl militärspezifische Merkmale als auch allgemeine Gesundheits- und Leistungstendenzen berücksichtigt.

Health promotion and prevention research in the context of work and performance

Summary

Background:

Reductions of physical exercise at workplaces, traffic, in housekeeping and leisure time, unfavourable habits and attitudes have led to negative health trends. This development has increasingly negative impacts on economy, too. Many overweight and inactive mid-carriers already display severe losses in resilience, health and work productivity. Irrespective of the undergoing demographic changes healthy and high performers are becoming more and more important for society, economy and the German Bundeswehr. This indicates the urgency of effective and addressee- adjusted prevention.

Methods:

The Central Medical Service has implemented an internationally recognized, interdisciplinary scientific network – called “Koblenzer Modell” – with an integrative data management as central key element. This tool can be used for analysis of relevant occupational, physical and performance-psychological characteristics as well as individual features. By a multi-method approach data are collected from professional job profiles, field investigations and laboratory tests. This approach enables lead time research for consulting, interventions and for optimisation of soldiers’ performance, military equipment and work places.

Results:

Potential and synergy effects of the Koblenzer Modell are being illustrated by some scientific projects revealing the paramount importance for military and preventive medicine (significance of occupational data profiles for the military; performance and health trends of young adults and soldiers; necessity of preventive campaigns for mid-agers and elderly).

Conclusions:

Both international studies and data obtained by the Koblenzer Modell stress that the Bundeswehr faces a huge preventive chore since the discrepancy between individual capacity and the physical demands during deployment is increasing. This requires task- and resources-related preventive research comprising both military characteristics and general trends in health and performance.

1. Einleitung

Durch den großen technischen Fortschritt in Beruf, Haushalt, Verkehr und Freizeit ist es in den letzten Jahrzehnten zu einer starken Reduktion von Bewegung und körperlicher Arbeit gekommen. Etwa 60 % der Weltbevölkerung sollen sich weniger als 30 Minuten pro Tag bewegen [1, 2]. Besonders in den Bevölkerungen der Industrienationen ist der Trend zu bewegungsarmen Lebensstilen ungebrochen [3, 4, 5]. Stundenlanges Sitzen am Arbeitsplatz, im Auto und in der Freizeit, vor PC und Fernseher gehört mittlerweile zum Alltag vieler Millionen Menschen [6]. Bewegungsmangel, übermäßiger Medienkonsum, hyperkalorische Ernährung, Rauchen und Alkoholkonsum sind Hauptursachen für die wachsende Zahl von übergewichtigen Untrainierten und haben zur deutlichen Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit geführt [7, 8]. Dieser gesamtgesellschaftliche Trend verursacht nicht nur bei Betroffenen ernste gesundheitliche Probleme, sondern auch hohe finanzielle Belastungen für Wirtschaft und soziale Sicherungssysteme [9, 10].

Folgen sinkender Leistungs- und Gesundheitsressourcen in der Arbeitswelt

Die dargestellte Entwicklung wirkt sich zusehends deutlicher in der Arbeitswelt aus, da bereits alltägliche berufliche Anforderungen einer wachsenden Beschäftigtenzahl Probleme bereiten [11, 12, 13]. Abnehmende Belastbarkeit von Mitarbeitern sowie vermehrte krankheitsbedingte Einschränkungen führen zwangsläufig zu sinkender Produktivität, Arbeitsunfähigkeit und erheblichen finanziellen Verlusten [9, 14, 15, 16, 17]. Unabhängig von den demografischen Veränderungen ist aufgrund der zunehmend früheren Etablierung von bewegungs-armen und ungesunden Lebensstilen zu erwarten, dass sich die gegenwärtige Situation sogar noch weiter verschärfen wird.

Dies erklärt, dass sich Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit verstärkt mit dem Zukunftsthema „Ressourcenmanagement in einer alternden Gesellschaft“ auseinandersetzen und die Notwendigkeit für effiziente wissenschaftsbasierte Strukturmaßnahmen gesehen wird. In den Focus rückt dabei zunehmend das Ziel, die berufliche Leistungsfähigkeit im mittleren und höheren Lebensalter zu erhalten, was beispielsweise unter „Professionalisierung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements“, „Unternehmensnahe Personal- /Gesundheitsdienstleistung“, „Demografie und Gesundheitsressourcen“, „Evaluation und Nutzenbewertung“ subsumiert wird und weit über Maßnahmen der „klassischen“ Betrieblichen Gesundheitsförderung hinausgeht (Anm.: Grundsätzliche Erläuterungen zum vorbeugenden Gesundheitsschutz, Gesundheitsförderung und Prävention sind im Anhang dargestellt).

Die Bundeswehr wird von der geschilderten Problematik in den nächsten Jahren besonders getroffen, da sie sich in einem größer werdenden Spannungsfeld zwischen den hohen Leistungsanforderungen und Belastungen im Auslandseinsatz und dem tatsächlichen individuellen Leistungsvermögen befindet. Schon allein aufgrund der wachsenden Zahl von übergewichtigen und leistungsschwachen jungen Erwachsenen muss künftig wesentlich mehr in Gesundheitsförderung, Training und Ausbildung investiert werden, um den Nachwuchs für den gefahrenbehafteten Soldatenberuf ausreichend zu qualifizieren. Aber auch mit Blick auf Soldaten im mittleren und höheren Lebensalter werden gezielte und wirkungsvolle Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung von Gesundheit, Leistungs- und Beschäftigungsfähigkeit immer dringender: Die anstehende Personalreduktion der Bundeswehr und die sich ändernden Rahmenbedingungen werden sicherlich nicht zu geringeren Anforderungen für den Einzelnen führen.

Ressourcenorientierte Präventionsforschung und Umsetzung in den soldatischen Alltag

Auf dem Gebiet der beruflichen Gesundheitsförderung kann die Bundeswehr allerdings eine Vorreiterrolle einnehmen, da sie im Vergleich zu zivilen Einrichtungen über ungleich günstigere präventivmedizinische und strukturelle Möglichkeiten verfügt. So ist zum Beispiel in der Zentralen Dienstvorschrift „Sport in der Bundeswehr“ (ZDv 3/10) eine sportliche Aktivität von 180 Minuten pro Woche dienstlich angeordnet, was quantitativ eine solide Basis zum Erhalt beziehungsweise zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit darstellt. Bekannterweise reicht dies allein aber nicht aus, um die dargestellte Negativentwicklung zu stoppen [18, 19, 20]. Dies kann nur über die zusätzliche Implementierung von gezielten, bedarfs- und ressourcen-orientierten Interventionen gelingen. Hierfür ist eine entsprechend ausgerichtete Präventionsforschung notwendig, die sowohl militärspezifische Merkmale als auch allgemeine Gesundheitsund Leistungstendenzen berücksichtigt. Daher sind Arbeits- und Tätigkeitsanalysen in der Bundeswehr ebenso notwendig wie epidemiologische Vorlaufforschung.

2. Methoden

Der Zentrale Sanitätsdienst hat in den letzten Jahren ein innovatives Forschungsmodell aufgebaut, das als Koblenzer Modell große Anerkennung in der Wissenschaftswelt gefunden hat und dem erhebliche Bedeutung für das Ressort zugeschrieben wird [21, 22]. Diese effiziente Struktur könnte die Keimzelle für eine anwendungsorientierte Präventionsforschung im Rahmen von Gesundheits- und Leistungsförderung in der Bundeswehr bilden [21, 23]. Hinter dem Koblenzer Modell steht letztlich ein fachgebietsund institutions-übergreifendes Forschungsnetzwerk ziviler und militärischer Einrichtungen mit einer Wissenschaftsadminis-tration, die Methodenentwicklung, Datenerhebung und Verknüpfung sowie Analyse und Bewertung von validen Informationen nach qualitätsgesicherten Kriterien ermöglicht. Abbildung 1 zeigt das zentrale Element, ein integratives Datenmanagement, in der körperliche, psycho-mentale Leistungsmerkmale, anthropometrische Kenngrößen und quantitative Angaben zu Gesundheit, Arbeit und Leistung verknüpft sind.

Die Daten werden mit einem multi-methodalen Untersuchungsansatz im Rahmen von Tätigkeitsanalysen in der Truppe, bei Reihenuntersuchungen wie auch in Labortests an verschiedenen Stichproben erhoben (Abb 2). Über den Vergleich unterschiedlicher Kollektive (Soldaten, körperlich aktive und inaktive Erwerbstätige, sportlich aktive Gruppen etc.) kann zum Beispiel der Einfluss der sogenannten „Human Factors“, zum Beispiel (Alter, Geschlecht, Körpermaße, Alltagsgewohnheiten etc.) auf Gesundheit und Leistung ermittelt werden (siehe auch Abb 5: PACE-Studie), die mit Blick auf die erschwerten Bedingungen in Auslandseinsätzen eine zunehmend größere Rolle spielen.

3. Forschungsergebnisse des Koblenzer Modells (Beispiele)

Die Analyse von tätigkeitsrelevanten, leistungsphysiologischen und -psychologischen wie auch individuellen Merkmalen kann je nach Fragestellung im Sinne der Vorlaufforschung zur Beratung, für Interventionen und als wissenschaftsbasierte Ergebnisse zur Optimierung soldatischer Leistung, militärischer Ausrüstung und Arbeitsplätze genutzt werden. Das Potenzial und die Synergieeffekte des fachübergreifenden Forschungsmodells sollen nachfolgend an drei wehrmedizinisch wie auch präventivmedizinisch relevanten Beispielen dargestellt werden.

Lastproblematik im Soldatenberuf: Bedeutung tätigkeitsspezifischer Referenzdaten für Personalauswahl, Training und Entwicklungsvorhaben

Schon allein das Gewicht der persönlichen Ausrüstung (Stiefel, Helm, ballistische Schutzweste etc.) beträgt oft mehr als 20 kg. Viele militärische Tätigkeiten sind zudem mit hohen physischen Belastungen und der Handhabung zusätzlicher Lasten verbunden. Dies gilt zum Beispiel auch für das Retten von Verletzten, was im Rahmen der Kameradenhilfe auf jeden Soldaten zukommen kann. Daher wurden in Verbundforschungs-projekten die Leistungsanforderungen beim Transport mit der Krankentrage in Feld- und in Laborversuchen analysiert (Abb 3 und 3.1) und die Greifkraft als wesentlicher leistungslimitierender Faktor identifiziert [24, 25]. Um beispielsweise eine 75 kg schwere Person mit Uniform, Stiefeln und Krankentrage zu transportieren, ist pro Trageholm eine maximale Greifkraft von über 330 N erforderlich [26, 27].

Die Untersuchungen haben auch gezeigt, dass bereits ein einmaliger Transport mit der Krankentrage zu einem länger anhaltenden Kraftdefizit führen kann: Bis zu 72 Stunden vergingen, bevor die Testpersonen wieder ihr ursprüngliches Kraftniveau erreichten [27]. Insbesondere mit Blick auf den politisch vorgegebenen Frauenanteil (50 %) im Sanitätsdienst lieferten Reihenuntersuchungen von über 2 000 Männern und Frauen im Alter von 20 bis 25 Jahren ein weiteres brisantes Ergebnis: Es konnte wissenschaftlich valide belegt werden, dass etwa 60 % der jungen und gesunden Frauen aufgrund zu geringer Greifkraft nicht in der Lage sind, diese einsatzrelevante Aufgabe erfolgreich auszuführen [28]. Krafttests mit internationalen Spitzenathletinnen aus den Bereichen Judo und Handball - beides Sportarten, in denen tagtäglich Greifkraft trainiert wird - bestätigen darüber hinaus, dass die Kraft-Trainierbarkeit von Frauen limitiert ist und dass weibliche Bundeswehrangehörige auch durch intensives Training nicht das durchschnittliche Kraftniveau gesunder junger Männer erreichen werden: Trotz jahrelangem Hochleistungssport erreichte die kräftigste Weltklasseathletin mit 559 N eine maximale Greifkraft, die von der Hälfte aller Männer aus dem Vergleichskollektiv übertroffen wurde [28]. Neben diesen für Personalauswahl und Training bedeutsamen Ergebnissen haben die durchgeführten Verbundforschungs-vorhaben übrigens auch zur Entwicklung eines neuen Krankentragesystems geführt, dass dem in der Bundeswehr eingeführten Gurtsystem weit überlegen ist [29].

Unabhängig vom Beispiel Greifkraft bzw. „Krankentragetransport“ besitzen Untersuchungen zu Kraftleistungen, Krafttrainierbarkeit und Körpermaßen hohe (Einsatz-) Relevanz, da im militärischen Bereich häufig das Heben, Tragen oder der Transport von Lasten (zum Beispiel ballistische Schutzweste, Waffen etc.), aber auch die ergonomische Gestaltung von Ausrüstung/Arbeitsplätzen erforderlich ist. Die im Wissenschaftsverbund entwickelten Messverfahren, wie zum Beispiel portable Kraftmessplätze, und aufgebauten Datenbanken eignen sich bestens, um zur Optimierung von soldatischer Leistung (Personalauswahl, Trainingsempfehlungen), Ausrüstung und Arbeitsplatz (Beschaffungs- und Entwicklungsvorhaben) beizutragen [21].

Gesundheits- und Leistungstendenzen bei jungen Erwachsenen/Soldaten

Die seit Jahren wachsende Zahl übergewichtiger und untrainierter junger Erwachsener entwickelt sich immer mehr zu einem Problem für Streitkräfte und zivile Arbeitgeber (NATO-RTG 178). Hinter diesem Trend stehen Verhaltensund Einstellungsänderungen, die nicht allein auf individuelle Versäumnisse von Familie und Schule, sondern auch auf gesellschaftliche Veränderungen zurückzuführen sind. Dass nicht nur Gesundheit und körperliche Fitness sondern auch der psychisch-mentale Bereich betroffen ist, wird bei den sogenannten „digital natives“ (das sind die seit den 1990er Jahre geborenen Personen) deutlich [30, 31, 32]. Übermäßiger Medienkonsum, Bewegungsmangel, Fehlernährung, Übergewicht, geringe Belastbarkeit und Beschäftigungs-fähigkeit kennzeichnen immer häufiger Jugendliche [30, 33, 34]. Bislang war es weitgehend unbekannt, ob und in welcher Ausprägung sich diese ungünstigen Entwicklungen bei jungen Erwachsenen fortsetzen, weil nur wenige epidemiologische Studien den Übergang vom Schul- ins Berufsleben näher betrachten.

Da sich der Bundeswehrnachwuchs typischerweise aus diesem Alterssegment rekrutiert und ein Großteil der Soldaten nicht über 30 Jahre alt ist, müssen relevante Leistungs- und Fähigkeitsdefizite unbedingt erfasst und berücksichtigt werden. Dies kann nur über zielgerichtete Vorlaufforschungen auf der Basis kontinuierlicher Datenerhebungen erfolgen. Aus diesem Grund wurden im Rahmen der Verbundforschung nach dem „Koblenzer Modell“ erstmals in umfangreichen Reihenuntersuchungen in der Truppe, bei Bundeswehrbewerbern, an Schulen und Berufsschulen parallel Daten zur körperlichen Leistungsfähigkeit, anthropometrische Parameter und Angaben zu Alltagsgewohnheiten von 16- bis 25-Jährigen gewonnen [34, 8]. Untersuchungen von mehr als 12 500 Personen zeigen, dass sich die gesundheitlich negativen Entwicklungen nach dem 20. Lebensjahr sogar noch erheblich verschärfen. Bei den 25-jährigen Männern sind bereits 50 % übergewichtig, circa 60 % rauchen und ein Drittel ist sportabstinent (Abb 4 und Tab 1).

Für die Bundeswehr bedeutet das stetige Nachlassen der körperlichen und mentalen Fitness von jungen Erwachsenen auch einen wachsenden Kostenfaktor: Verschiebt sich das Leistungsniveau weiter nach unten, wird zwangsläufig mehr Zeit und Aufwand in Ausbildung, Training und Prävention notwendig sein, um überhaupt ein Mindestmaß für die militärische Aufgabenwahrnehmung erreichen und unterhalten zu können.

Potenzial und Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen für Erwerbstätige im mittleren und höheren Lebensalter

Gesunde und leistungsstarke Angehörige werden für zivile Unternehmen wie auch für die Bundeswehr immer wertvoller. Dies erklärt das deutlich steigende Interesse an wirkungsvollen präventivmedizinischen Maßnahmen [35, 36]. Die Notwendigkeit von effizienten Präventionskampagnen ergibt sich zudem aus dem demografischen Wandel und der verlängerten Lebensarbeitszeit [37]. Bekannterweise kommt es bei physisch inaktiven und übergewichtigen Erwerbstätigen oftmals bereits im mittleren Lebensalter zu gesundheitlichen Einbußen, abnehmender Belastbarkeit und geringerer Arbeitsproduktivität [9, 11, 38]. Außerdem steigt die Wahrschein-lichkeit von chronischen Erkrankungen und leistungsmindernden Einschränkungen mit zunehmendem Alter überproportional. Die WHO sieht im Arbeitsplatz einen idealen Ort der Prävention, da hier 60 % der „wachen“ Zeit verbracht wird und eine hohe Erreichbarkeit der Mitarbeiter besteht [39]. Die Intensivierung, Professionalisierung und Ausweitung der betrieblichen Gesundheitsförderung ist somit naheliegend [40, 41]. Allerdings mangelt es bislang an Daten und Verfahren, um wirkungsvolle und adressatengerechte Präventivmaßnahmen zu entwickeln und in der Fläche umzusetzen.

4. Diskussion

Mit dem PACE-Projekt (Abb 5) wurde eine in Deutschland singuläre Datenerhebung gestartet, in der körperlich aktive und inaktive Erwerbstätige (aus Unternehmen, Behörden, Polizei, Bundeswehr etc.), diverse sportliche Vergleichsgruppen und andere Personengruppen untersucht werden. Ziel ist es unter anderem, den Einfluss von relevanten beruflichen Belastungen, Alltagsgewohnheiten und körperlicher Aktivität beziehungsweise Inaktivität auf Gesundheit, Beschäftigungs- und Leistungsfähigkeit zu ermitteln, um Maßnahmen zur Gesundheits- und Leistungsförderung (zum Beispiel individuelle und betriebliche Kampagnen) zu konzipieren bzw. optimieren.

Der Vergleich zwischen inaktiven und sportlich aktiven Arbeitnehmern und Soldaten zeigt beispielsweise, dass der Anteil adipöser Personen im Kollektiv der überwiegend inaktiven Beschäftigten mehr als doppelt so hoch ist [42, 43]. Auch ohne Berücksichtigung klinischer Parameter besitzen über 80 % der Erwerbstätigen ungünstige arbeitsund gesundheitsrelevante Merkmale. Besonders deutlich werden die Unterschiede mit Blick auf den Altersgang: So liegen die 50- bis 60-jährigen sportlich aktiven Erwerbstätigen sowohl bei der für körperliche Arbeitstätigkeiten und für Mobilität relevanten Kraft der Knieextensoren wie auch beim Gleichgewichtsvermögen im Leistungsbereich der 20- bis 30-jährigen inaktiven Arbeitnehmer. DieWahrscheinlichkeit sinkender Produktivität wurde über einen „Risikoscore Erwerbsminderung“ abgeschätzt (Berücksichtigung von WHO-Risikofaktoren, Kenngrößen zu Kraftleistungen und Gleichgewichtsvermögen) und ist bei inaktiven Arbeitnehmern um den Faktor 6 erhöht.

Viele betroffene Arbeitnehmer und Soldaten führen Leistungsreduktionen im mittleren Lebensalter auf bereits einsetzende Alterungsprozesse zurück. Hierbei werden veränderte Alltagsgewohnheiten oft ignoriert. Wenn beispielsweise durch berufliche und/oder familiäre Verpflichtungen (Karriere, Kindererziehung usw.) keine Zeit für regelmäßiges Training bleibt, kommt es zwangsläufig zu physischen Leistungsverlusten, die weitgehend unabhängig von biologischen Alterungsvorgängen sind. In diesem Zusammenhang haben die oben genannten PACE-Untersuchungen ermutigende Erkenntnisse geliefert, die für Präventionskampagen in Bundeswehr und Gesellschaft von großer Bedeutung sein können [44, 45]. Hierzu wurden unter anderem Marathonwettbewerbe analysiert, die für leistungsphysiologische und präventivmedizinische Analysen gut geeignet sind [45]. Daten von über 500 000 Läufern im Alter von 20 bis 80 Jahren belegen beispielsweise, dass vor dem 55. Lebensjahr keine signifikanten Leistungsverluste auftreten und dass über 40 % der 50- bis 60-jährigen Marathonläufer erst seit 5 Jahren regelmäßig Sport treiben. Interessanterweise führen die meisten Läufer ein Training (circa 3- bis 4-mal wöchentlich für jeweils etwa 1 Stunde) durch, das nicht wesentlich über dem in der ZDv 3/10 „Sport in der Bundeswehr“ vorgegebenen zeitlichen Rahmen und den präventivmedizinisch empfohlenen sportlichen Aktivitäten der WHO (5x Sport/Woche für jeweils mindestens 30 Minuten) liegt.

Das „Untersuchungsmodell Marathon“ zeigt, dass 1.) Leistungseinbußen im mittleren Lebensalter primär auf eine inaktive Lebensweise, nicht aber auf biologische Alterung per se zurückzuführen sind und 2.) auch zahlreichen ehemaligen Nichtsportlern der „Sport-Einstieg“ gelingt [44, 46]. Hierbei handelt es sich um eine für die Präventionsforschung interessante Subpopulation der Bevölkerung, die erfolgreich und selbstmotiviert gesundheitsrelevante Bewegungs- und Verhaltensmaßnahmen praktiziert. Mit Blick auf die Konzipierung und Umsetzung von Präventionskampagnen ist es jedoch unbefriedigend, dass über die eigentliche Zielgruppe – die mit gesundheitlichen Risikofaktoren behafteten und inaktiven Soldaten und Arbeitnehmer – vergleichsweise wenig bekannt ist [47]. Ohne quantifizierbare Angaben über Ursachen sportlicher Abstinenz und Ermittlung potenzieller Attraktoren für körperliche Aktivität wird auch in der Bundeswehr eine erfolgreiche und adressatengerechte Gesundheitsförderung kaum gelingen. Nur durch Ausweitung und Förderung der Präventionsforschung im Kontext von Gesundheit, Arbeit und Leistung besteht eine Chance, Soldatinnen und Soldaten ausreichend für belastende militärische Aufgaben zu qualifizieren und deren Einsatzfähigkeit zu erhalten.

5. Schlussfolgerungen

Die Veränderungen in Lebens- und Arbeitswelten, ungünstige Verhaltensdispositionen und Einstellungen haben in den Bevölkerungen der Industrienationen zu gesundheitlich und ökonomisch bedenklichen Entwicklungen geführt. Internationale Studien belegen, dass sich der seit Jahren anhaltende Trend zunehmend in der Wirtschaft auswirkt. Noch stärker ist der militärische Bereich betroffen, da hier die Diskrepanz zwischen individuellem Leistungsvermögen und den körperlich fordernden Einsatzaufgaben besonders groß und folgenschwer ist. Die Bundeswehr steht damit vor einer ungeheuren „Präventionsaufgabe“, will man weiterhin den internationalen Verpflichtungen als moderne und leistungsstarke Einsatzarmee nachkommen.

Der Zentrale Sanitätsdienst hat mit dem Koblenzer Modell ein erfolgreiches und international anerkanntes zivil-militärisches Wissenschaftsnetzwerk aufgebaut, das dem Ressort wissenschaftlich fundierte Unterstützungs-leistung bieten kann und für die Bundeswehr einzigartige Bedeutung für die Präventionsforschung besitzt [21]. Mit Blick auf die Einsatz- und Unterstützungskräfte ist allerdings kritisch anzumerken, dass hier nicht allein der Zentrale Sanitätsdienst gefordert ist, sondern auch Heer und Streitkräftebasis ihren Beitrag zum Aufbau einer leistungsstarken und soldatennahen Präventivforschung und deren Umsetzung leisten sollten. Während Luftwaffe und Marine im Flugmedizinischen Institut bzw. im Schifffahrtmedizinischen Institut seit Jahren relevante Teilaspekte untersuchen lassen, besitzen Heer und Streitkräftebasis keine eigenen vergleichbaren Institute.

 

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Datum: 21.03.2011

Quelle: Wehrmedizinische Monatsschrift 2010/11-12