13.02.2015 •

    MIT SMARTCARE/PS SCHNELLER WIEDER NATÜRLICH ATMEN

    Aktuelle Untersuchung der Cochrane Collaboration unterstreicht Effizienz des Dräger-Protokolls zur automatischen Entwöhnung

    Lübeck – Intensivpatienten können mit Hilfe des automatisierten klinischen Protokolls SmartCare/PS von Dräger rascher wieder selbständig atmen. Zu diesem Fazit kommt eine im September 2014 veröffentlichte Metaanalyse der Cochrane Collaboration1, die SmartCare/PS mit nicht-automatisierten Weaning-Strategien bei intubierten erwachsenen Patienten verglich. Das länger andauernde maschinelle Beatmen mit Hilfe eines in die Luftröhre eingeführten Tubus birgt das Risiko nosokomialer Infektionen und ist kostenintensiv. Patient und Klinik profitieren daher gleichermaßen von einer schnellen Entwöhnung (Weaning) von der Beatmung. Allerdings muss der Arzt während der nicht-automatisierten Entwöhnung die Beatmung manuell anpassen und das Ergebnis dokumentieren. Das automatisierte Protokoll SmartCare/ PS übernimmt diese Funktionen und kann den Patienten durch den gesamten Weaning-Prozess führen. Zudem kann SmartCare/PS Spontanatemversuche initiieren und dadurch helfen, den Zeitpunkt für die Extubation zu bestimmen. Die aktuelle Cochrane-Metaanalyse wertete zehn Studien danach aus, wie effizient SmartCare/PS das Entwöhnen im Vergleich zu nicht-automatisierten Verfahren meisterte. Im Ergebnis konnte SmartCare/PS die hierfür benötigte Zeit um durchschnittlich mehr als zweieinhalb Tage verkürzen. Der Aufenthalt intubierter Patienten auf der Intensivstation konnte durch SmartCare/PS sogar im Mittel um mehr als fünfeinhalb Tage verringert werden.

    Darüber hinaus war eine frühere Cochrane-Analyse 2013, die SmartCare/PS mit anderen automatisierten Verfahren zur Entwöhnung verglich, zu dem Ergebnis gekommen, dass lediglich SmartCare/ PS relevante Studienresultate vorweisen konnte, die eine verringerte Entwöhnungsdauer bei Intensivpatienten ergeben hatten.2

    Druckunterstützung automatisch verringern SmartCare/PS überprüft kontinuierlich die Atemfrequenz, das Tidalvolumen und das endtidale CO2 des beatmeten Patienten. Auf Grundlage dieser Parameter klassifiziert SmartCare/PS den Patienten mindestens alle fünf Minuten in eine von acht Diagnosekategorien und kann je nach Bedarf des Patienten die Beatmungsunterstützung anpassen. Nach erfolgreicher Stabilisierung des Patienten reduziert SmartCare/PS die Beatmungsunterstützung schrittweise, bis mittels eines Spontanatemversuchs überprüft wird, ob der Patient extubiert werden könnte. Die Option SmartCare/PS kann zusammen mit den Dräger-Intensivbeatmungsgeräten EvitaXL, Evita Infinity V500 und Evita V300 verwendet werden.

    1 Burns KEA, Lellouche F, Nisenbaum R, Lessard MR, Friedrich JO: Automated weaning and SBT systems versus non-automated weaning strategies for weaning time in invasively ventilated critically ill adults (Review), 2014 The Cochrane Collaboration, Issue 9, John Wiley & Sons, Ltd., p.2
    2 Rose L, Schultz MJ, Cardwell CR, Jouvet P, McAuley DF, Blackwood B: Automated versus non-automated weaning for reducing the duration of mechanical ventilation for critically ill adults and children (Review), 2013 The Cochrane Collaboration, Issue 6, John Wiley & Sons, Ltd., p.2, p.19f.

    Weitere Informationen unter: www.draeger.com

    Datum: 13.02.2015

    Quelle: Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2014/4

    Meist gelesene Artikel

    Photo

    Life Saving Hemostasis Technology

    Wenige Minuten sind entscheidend, um ein Leben zu retten. Bei diffusen, unklaren Blutungen ist die Verwendung eines blutstillenden Verbandes oft die einzige Möglichkeit, die Blutung zu stoppen.