18.10.2010 •

    ADÄQUATE ERNÄHRUNGSTHERAPIE MIT BESONDEREM STELLENWERT FÜR DIE PROGNOSE DER PATIENTEN

    Der Stellenwert der Ernährungstherapie bei kritisch kranken Patienten wird nach wie vor noch unterschätzt. Mit Professor Dr. Georg Kreymann äußerte sich ein Experte für klinische Ernährung zum Stellenwert parenteraler Ernährungskonzepte. Professor Kreymann ist der frühere Direktor der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf sowie der frühere Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM).

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    Zudem hat er an der Erarbeitung der Leitlinien zur Ernährung der DGEM und der ESPEN (European Society for Clinical Nutrition and Metabolism) federführend mitgearbeitet. Mittlerweile arbeitet er als Direktor Medical Affairs bei Baxter maßgeblich an der Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Ernährungstherapie in klinisch relevanten Therapien mit.

    Inwieweit ist die Ernährungssituation bei kritisch kranken Patienten entscheidend?

    Es gibt einen deutlichen Zusammenhang zwischen Malnutrition und zunehmender Morbidität und Mortalität. Dies ist durch eine große Studie von Alberda et al.i bei über 2.700 beatmeten Intensivpatienten im letzten Jahr noch einmal eindrucksvoll belegt worden. Diese Studie hat einen ganz klaren Zusammenhang demonstriert zwischen der zugeführten Energieund Proteinmenge und der Mortalität. Je höher die Energie- und Proteinzufuhr war, desto geringer war die Mortalität.

    Welche Anforderungen gibt es an die parenterale Ernährung in der Intensivmedizin?

    In der Intensivmedizin ist es ausgesprochen wichtig, noch einmal heraus zu stellen, dass die immunologischen Effekte der parenteralen Ernährung bisher nicht genügend berücksichtigt worden sind. Eine Schwächung des Immunsystems führt zu Infektionen, Verzögerung der Rekonvaleszenz und Wundheilung. Darüber hinaus sind Komplikationen wie Funktionsstörungen der Skelett-, Herz- und Atemmuskulatur bis hin zum Organversagen mögliche Folgen.

    Gibt es ausgewählte Subgruppen, die besonders von parenteraler Ernährung profitieren?

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    Nein. Entscheidend ist das Vorliegen einer Mangelernährung. Es wurde festgestellt, dass jeder mangelernährte Patient, ganz gleich welcher Genese, von einer parenteralen Ernährung profitiert – immer unter der Einschränkung, dass eine enterale Ernährung nicht ausreichend oder nicht möglich ist. Welches sind Ihrer Meinung nach die besonderen Eigenschaften von Olimel? Besonders bedeutsam ist für den Intensivbereich, dass Olimel die parenterale Ernährung mit dem höchsten Aminosäurengehalt pro zugeführter kcal darstellt. Zudem hat Olimel einen niedrigen Glukosegehalt und verringert damit die Gefahr für Hyperglykämien. Darüber hinaus ist als Fettkomponente Clin- Oleic®enthalten, welches auf Olivenöl basiert und einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Omega-9-Fettsäuren aufweist: Damit ist die Fettkomponente immunneutral. Mit Olimel steht ein Dreikammerbeutel zur Verfügung, der ein leitliniengerechtes und individuelles Ernährungsmanagement für die Patienten ermöglicht, den unterschiedlichsten Stoffwechselsituationen gerecht wird und besonders auch den Anforderungen an kritisch kranke Patienten entspricht.

    i Alberda C. et al. Intensive Care Med. 2009 Oct;35(10):1728-37

     Weitere Informationen: Andrea Scheuchl, Senior ProductManager, Baxter Deutschland GmbH, Tel.: 089/31701-123, andrea_scheuchl@baxter.com

    Datum: 18.10.2010

    Quelle: Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2010/3

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