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PENETRIERENDE ABDOMINALVERLETZUNGEN: WEHRCHIRURGISCHE ASPEKTE

Penetrating abdominal injuries: Military surgical aspects

Aus dem Directorate of Trauma (Leiter: Prof. Dr. E. Degiannis) am Chris Hani Baragwanath Academic Hospital Johannesburg, Soweto¹ ­(Ärzlicher Direktor: Prof. Dr. M. Smith), der Abteilung für Allgemein - und Viszeralchirurgie (Abteilungsleiter: Flottenarzt Dr. S. Lenz) des ­Bundeswehrkrankenhauses Berlin² (Chefarzt: Admiralarzt Dr. W. Titius), der Klinik und Poliklinik für Chirurgie (Chefarzt: Prof. Dr. J. Kleeff) des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München³ (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. R. Gradinger) und dem Vechtaer Institut für Forschungsförderung VIFF e. V.⁴ ­(Geschäftsführer: Priv.-Doz. Dr. D. Doll)

Dietrich Doll¹,⁴, Stefan Lenz², Matthias Maak³, Arne Macher³, André Lieber² und Elias Degiannis¹

WMM, 57. Jahrgang (Ausgabe 11/2013: S. 285-289)

Zusammenfassung

Penetrierende Verletzungen des Abdomens (PAI) sind aufgrund der allgemeinen Verfügbarkeit von Waffen, des zunehmenden Einsatzes von Spreng-Splittergranaten und IED häufige Verletzungen in modernen militärischen Konflikten. Während bei alleinigen Verletzungen der parenchymatösen Organe und Kreislaufstabilität ein selektives nicht-operatives Management (SNOM) erwogen werden kann, ist bei Komplexverletzungen ein Vorgehen nach den Prinzipien der Damage Control Surgery (DCS) sinnvoll. Verletzungen der großen Organe werden erörtert und Möglichkeiten der schnellen Blutungskontrolle diskutiert. Ein Warten auf die Gerinnungsstörung, um dann erst nach DCS vorzugehen, erhöht die Letalität unnötigerweise.
Schlagworte: Damage Control Surgery, IED, SNOM, DCS, PAI.