20.10.2010 •

    AKKREDITIERUNG DES INSTITUTS FÜR PHARMAKOLOGIE UND TOXiKOLOGIE DER BUNDESWEHR

    Zum 23.07.2010 wurde dem Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr in München seitens der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkks) die formelle Anerkennung der Kompetenz für die Durchführung der in den Akkreditierungsurkunden genannten Prüf- und Untersuchungsverfahren im Bereich Forensik nach der DIN EN ISO/IEC 17025 und im Bereich medizinischer Laboratoriumsdiagnostik nach der DIN EN ISO 15189 zugesprochen.

    Damit hat das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr einen weiteren Nachweis über die Qualität und Zuverlässigkeit der von ihm ermittelten Prüf- und Untersuchungsergebnisse erbracht.

    Das Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr stellt die unmittelbare Urteils- und Handlungsfähigkeit im Medizinischen C-Schutz sicher und vertritt wissenschaftlich das Fachgebiet auf universitärem Niveau in Forschung, Lehre und Begutachtung. Es ist das wissenschaftliche Kompetenzzentrum der Bundeswehr in allen Fragen des medizinischen C-Schutzes. Es berät den Inspekteur des Sanitätsdienstes im Fachgebiet und gewährleistet damit die unmittelbare Urteils- und Handlungsfähigkeit der militärischen und politischen Entscheidungsträger. Als besondere Aufgaben hat das Institut die wissenschaftliche Leitfunktion in der Spezialdiagnostik von C-Gesundheitsstörungen und Expositionen und in der medizinischen Aufklärung ungewöhnlicher Erkrankungs- und Todesfälle unter C-Gefährdung sowie bei der Verifikation von C-Kampfstoffeinsätzen wahrzunehmen.

    Mit der Aufstellung des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr wurde mit dem systematischen und normkonformen Aufbau des Managementsystems zur Qualitätssicherung begonnen. Dabei waren nicht nur die Anforderungen der DIN EN ISO/IEC 17025 und DIN EN ISO 15189, sondern auch die Gremienbeschlüsse der Akkreditierungsstelle für die Bereiche Forensische Medizin, Toxikologie und Biologie und für den Bereich medizinische Laboratoriumsdiagnostik sowie die Empfehlungen der forensischen und medizinischen Fachgesellschaften zu berücksichtigen.

    Nachdem ein Managementsystem, das all diesen Anforderungen gerecht wird, etabliert und der Abschluss der ersten Anlaufphase durch die ersten internen Audits sichergestellt war, wurde der offizielle Antrag auf Akkreditierung bei der Deutschen Akkreditierungsstelle Chemie GmbH (DACH) gestellt. Das nun eingeleitete Begutachtungsverfahren begann mit einer Überprüfung der seitens des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr eingereichten Qualitätsmanagementdokumente. Ende 2009 folgte im Rahmen einer vor Ort Begehung die Überprüfung der Arbeitsabläufe und der Dokumentation durch einen Systembegutachter und zwei Fachbegutachter. Im Sommer 2010 stellte die mittlerweile aus der gesetzlich verordneten Fusion der verschiedenen nationalen Akkreditierungsstellen zu einer einzigen Akkreditierungsstelle hervorgegangene Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkks) dem Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr die Akkreditierungsurkunden in den Bereichen Forensik und Medizinischer Laboratoriumsdiagnostik aus.

    [Bild-1]

    Präsentation der Akkreditierungsurkunden im Beisein des Amtschefs SanABw, Generalstabsarzt Dr. Jürgen Dick, und des Leiters InstPharmToxBw, Oberstarzt PD Dr. Horst Thiermann, im Kreise seiner Mitarbeiter

    Datum: 20.10.2010

    Quelle:

    Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2010/4

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