12.11.2021 •

    4. Notfallkonferenz der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU)

    Lebensbedrohliche Einsatzlagen: Wie medizinische Versorgung von Verletzten bei Terroranschlägen, Naturkatastrophen und Pandemien gewährleistet werden kann

    Berlin/Hamburg, 11.11.2021: Wie gut sind wir auf terroristische Anschläge, Naturkatastrophen oder Pandemien vorbereitet? Wie müssen zivile und militärische Akteure zusammenarbeiten, um in schwierigen Einsatzlagen Leben zu retten und die medizinische Versorgung von Opfern, Unbeteiligten und Einsatzkräften zu sichern? Wie sehen Krisenszenarien der Zukunft aus? Die Herausforderungen sind groß und haben sich zuletzt in der Pandemie und Hochwasserlage gezeigt. Damit die Zusammenarbeit von zivilen Gesundheitseinrichtungen, dem Sanitätsdienst der Bundeswehr sowie Hilfs- und Rettungsorganisationen auch unter Extrembedingungen funktioniert, initiiert die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie e.V. (DGWMP) und dem Sanitätsdienst der Bundeswehr einen Erfahrungs- und Wissensaustausch unter den relevanten Akteuren.

    Schwerpunkt der diesjährigen Notfallkonferenz am 19. November wird ein Blick darauf sein, wie sich starke Netzwerke für die Bewältigung von Terroranschlägen wie auch Pandemien nutzen lassen und wie wichtig eine gute Bevorratung geworden ist. Zusätzlich steht die Vorbereitung auf einen ABC-Terroranschlag im Fokus. An der 4. Notfallkonferenz nehmen Spitzenvertreter der deutschen Unfallchirurgie, weiterer chirurgischer Disziplinen und der Notfallmedizin, aus Rettungs- und Sicherheitsorganisationen sowie Politik und Bundeswehr teil.

    Medienvertreter sind herzlich zum Pressegespräch und zur Parcours-Präsentationeingeladen. Das Gespräch wird auch per Livestream übertragen. Bitte beachten Sie die geänderten Angaben zu Zeit und Ort.


    Pressegespräch

    Freitag, den 19. November 2021, 12:15 Uhr bis 13:00 Uhr

    Veranstaltungsort: Offizierheimgesellschaft (OHG) an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg, Rodigallee 98, 22043 Hamburg

    Parcours-Präsentation von Polizei, Feuerwehr und dem Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst "Ostfriesland" der Bundeswehr

    Freitag, den 19. November 2021, 13:00 Uhr bis 13:50

    Veranstaltungsort: Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg , Holstenhofweg 85, 22043 Hamburg (Das Gebäude befindet sich einige Gehminuten vom OHG entfernt.)

    Für Fotografen und Kamerateams: In einer Parcours-Präsentation werden Vertreter von Spezialeinheiten der Polizei und der Feuerwehr die Unterstützung bei chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Lagen (CBRN) demonstrieren. Zusätzlich wird das Kommando Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst "Ostfriesland" aus Leer einen notfallchirurgischen Arbeitsplatz betreiben.


    Presse-Akkreditierung: presse@dgou.de 

    • Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie am Pressegespräch per Livestream teilnehmen möchten, dann erhalten Sie von uns den Einwahllink.
    • Der Zutritt zur Konferenz selbst und zur Parcourspräsentation ist nur nach voriger schriftlicher Anmeldung unter Beachtung der 2G-Regel möglich, da der Zutritt zum Gelände eingeschränkt ist.
    • Für das Pressegespräch vor Ort gelten die 3G-Regeln, da die OHG außerhalb liegt.

    Themen und Referenten:

    1. Daseinsvorsorge - Wertigkeit von Netzwerken und Bevorratung: Alarmierungskonzepte und trainierte Abläufe ermöglichen schnellen koordinierten Einsatz.
      Vorstellung des 5-Punkte-Plans 2.0 zur zivil-militärischen Zusammenarbeit
      Oberstarzt Prof. Dr. Benedikt Friemert, Ärztlicher Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) in 2022

    2. Notwendige Bevorratung ist aufwändig und kostenintensiv: Refinanzierung der Vorhaltekosten in der Notfallversorgung
      Prof. Dr. Dietmar Pennig, Ärztlicher Direktor sowie Chefarzt der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Handchirurgie und Orthopädie des St. Vinzenz-Hospitals Köln, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU)

    3. Regelversorgung im Ausnahmezustand: Wie kann die unfallchirurgische Versorgung während einer Pandemie sichergestellt werden?
      Prof. Dr. Michael J. Raschke, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Münster, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU),
      Stellvertretender Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU)

    4. Die Bedeutung der zivil-militärischen Zusammenarbeit zwischen DGU und Sanitätsdienst der Bundeswehr: Nur im Verbund können lebensbedrohliche Einsatzlagen gemeistert werden.
      Generalstabsarzt Dr. Stephan Schoeps, Kommandeur Gesundheitseinrichtungen und Stellvertretender Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr im Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie (DGWMP)

    5. Gemeinsame Ausbildungskonzepte: Was können zivile und militärische Akteure voneinander lernen und wie wichtig ist eine gemeinsame Ausbildung?
      Univ.-Prof. Dr. Tim Pohlemann, Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Past-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und Past-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH), Sprecher des Wehrmedizinischen Beirats des Bundesverteidigungsministers

    Moderation: Prof. Dr. Andreas Seekamp / Oberstarzt Prof. Dr. Friemert


    Weitere Informationen:

    Programm der 4. Notfallkonferenz der DGU: https://kurse.bikmed.de/kursangebot/kurs/notfallkonferenz-dgu-137.html 

    Hinweis:

    Interview-Wünsche können wir gern berücksichtigen - bitte geben Sie uns zwecks Terminabsprachen im Vorfeld einen Hinweis. Die Presseunterlagen stehen nach der Pressekonferenz zum Download bereit unter: www.dgu-online.de 


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