30.11.2017 •

Gedenkveranstaltung „Weiße Rose und der militärische Widerstand gegen das NS Regime“

V. Hartmann

An der Sanitätsakademie der Bundeswehr fand am 13. Juli 2017 eine Gedenkveranstaltung für die Soldaten der Widerstandsgruppe der Weißen Rose statt. Am 74. Jahrestag der Hinrichtung des Sanitätsfeldwebels Alexander Schmorell (1917 - 1943) hatte die Kommandeurin der Sanitätsakademie der Bundeswehr, Frau Generalstabsarzt Dr. Gesine Krüger, zahlreiche Vertreter aus Politik, Zivilgesellschaft und Militär sowie das Stammpersonal und Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer eingeladen. Gekommen waren u. a. auch der Vizepräsident des Deutschen Bundestags, Johannes Singhammer, und die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde in München und Oberbayern, Frau Charlotte Knobloch.

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Abb. 2: Gedenkveranstaltung (Foto SanAkBw)
In ihrer Begrüßungsrede erinnerte die Kommandeurin auch an die vor genau 5 Jahren von Generalarzt Dr. Stephan Schoeps veranlasste Benennung des Auditorium Maximum der Sanitätsakademie nach Hans Scholl, einem zentralen Ereignis im Traditionsverständnis der Sanitätsakademie der Bundeswehr. Sie würdigte die Widerstandskämpfer der Weißen Rose: „Sie haben ihr Leben eingesetzt in ihrem Protest gegen die Willkür eines rassistischen Gewaltre­gimes, sie haben ihr Leben eingesetzt gegen einen verbrecherischen Krieg und sie haben ihr Leben eingesetzt für ein besseres und vor allem für ein demokratisch legitimiertes föderalistisches Deutschland. Und sie waren die einzige Gruppe im Widerstand, die die unwürdigen Pogrome und die Vernichtung der Juden anklagte.“

Im Anschluss erinnerte Frau Dr. Hildegard Kronawitter, die 1. Vorsitzende der „Weißen Rose-­Stiftung“, in ihrem Grußwort an das Opfer der Weißen Rose bevor Oberst Prof. Dr. Heinemann vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in seinem Festvortrag die Motivation des militärischen Widerstands und Verbindungslinien zum zivilen Widerstand skizzierte. Einer der Höhepunkte der Veranstaltung waren die beeindruckenden State­ments der drei Münchner Studenten und Sanitätsoffizieranwärter der Sanitätsakademie, Fahnenjunker (SanOA) Leoni ­Löhn-Kannengießer, Michael Alfertshofer und Alessandro Cocca, die ihre Gedanken zu den Protagonisten der Weißen Rose vortrugen. Zusammenfassend führte Leoni Löhn-­Kannengießer in ihrer Rede aus: „Hans Scholl und Alexander Schmorell waren wie die anderen Angehörigen der „Weißen Rose“ Kämpfer für die Freiheit in Deutschland. Heute gedenken wir ihrer. Ihr Opfer ist unser Vermächtnis. Dieses geschichtliche Erbe ist unser Auftrag. Freiheit braucht Mut! Gestern, heute und morgen.“  

Flottenarzt Dr. Volker Hartmann, SanAkBw

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Abb. 1: Gedenkveranstaltung (Foto SanAkBw)

Datum: 30.11.2017

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