Artikel: Wehrmedizinische Monatsschrift 2/2020

Sexuell übertragbare Krankheiten im militärischen Umfeld – ­fortbestehender Bedarf an präventivmedizinischen Angeboten und weiterer Optimierung des medizinischen Managements 1

Carina Gottwald¹, Norbert Georg Schwarz², Hagen Frickmann³

¹ Sanitätszentrum Wilhelmshaven
² Bernhard Nocht Institut – Arbeitsgruppe Infektionsepidemiologie, Hamburg
³ Bundeswehrkrankenhaus Hamburg, Klinik XXI Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, Außenstelle Bernhard-Nocht-Institut, Hamburg

Hintergrund – Sexuell übertragbare Krankheiten als häufige ­Phänomene im militärischen Umfeld

PhotoSymptomgestützt diagnostizierte und nur zum Teil labor­dia­gnostisch bestätigten Geschlechtserkrankungen (bzw. Verdachtsdiagnosen) bei den untersuchten Fallschirmjägern und Marinesoldaten Sexuellübertragbare Infektionen („sexually tansmitted infections“, STI) sind international in den Streitkräften weit verbreitet mit „Lebensprävalenzen“ bis zu 40 % und mehr in Querschnittsstudien [3]. Während die Datenlage zu STI bei US-Soldat(inn)en vergleichsweise gut ist, liegen zu STI bei Soldaten 2 aus Europa nur wenige Informationen vor. Aus diesem Grund wurde eine retrospektive Erhebung der Prävalenz und der Determinanten des Auftretens von STI bei deutschen Fallschirmjägern und Marinesoldaten durchgeführt, indem zufällig ausgewählte Krankenakten aus den medizinischen Abteilungen zweier Kasernen systematisch analysiert wurden. Exemplarisch wurden die Krankenakten von 80 Fallschirmjägern und 80 Marinesoldaten auf Dokumentationen stattgehabter STI und zugehöriger Sexualanamnesen mit Fokus auf dem wahrscheinlichen Übertragungsmodus hin untersucht, um mithin Informationen zu Risikofaktoren sowie Qualitätsdeterminanten des diagnostischen und therapeutischen Managements zu akquirieren.

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Datum: 28.04.2020