Pressemitteilung

Verschraubte Sofortversorgung mit angulierten Implantaten im Seitenzahnbereich

Dr. Inge De Latte beschreibt das klinische und labortechnische Vorgehen bei der Sofortversorgung eines zahnlosen Unterkiefers mit einer verschraubten zirkulären Brücke auf zwei geraden und zwei angulierten BLX Implantaten nach dem Pro-Arch Konzept. Die Implantate wurden bereits am Tag der Operation belastet, was durch deren spezifische Eigenschaften erleichtert wurde.

Einleitung

PhotoQuelle: Straumann GmbH Es hat sich gezeigt, dass sich durch implantatprothetische Konzepte die Lebensqualität verbessern lässt, vor allem bei Patienten mit Einzelzahnlücken im Frontzahnbereich und bei Patienten mit vollständig zahnlosem Kiefer [1].
Für die letztgenannte Gruppe besteht die Möglichkeit, Implantate in den vorderen Unterkiefer zu inserieren, wodurch umfangreichere Augmentationen vermieden werden [2,3]. In vielen Fällen ist ein umfangreicher chirurgische Eingriff aus medizinischen Gründen nicht indiziert, oder der Patient akzeptiert nur vereinfachte Protokolle mit einer reduzierten Anzahl von Implantaten – oft aus wirtschaftlichen Gründen.

Ein ausreichendes Restknochenvolumen und eine ausreichende Knochenqualität sind wichtige Voraussetzungen für die erfolgreiche Versorgung nach den entsprechenden Konzepten. Je nach Patientensituation kann der vorhandene Knochen durch angulierte Implantate im Seitenzahnbereich, [4], durchmesserreduzierte Implantate [5] oder kurze Implantate [6] optimal genutzt werden.

Die entsprechenden Protokolle sehen die Verwendung von vier oder sechs interforaminalen oder anterioren Implantaten vor, unter Umgehung der Kieferhöhlen und des unteren Seitenzahnbereich (all-on-four) [7,8].
Aus prothetischer Sicht wurden zahlreiche Arten fester und herausnehmbarer Versorgungen beschrieben, mit oder ohne Einbeziehung natürlicher Zähne [9].
Bei den meisten Patienten, bei denen nach der Extraktion des Restzahnes die Vollversorgung eines Kiefers geplant ist, kann eine Unterfütterung des vorhandenen Zahnersatzes die Funktion und Ästhetik in den folgenden Wochen nicht wiederherstellen. Dieses gilt insbesondere für den Unterkiefer. Die Patienten müssen in der Regel weiche Nahrung zu sich nehmen und können vernünftig sprechen. Aus diesem Grund ist die Sofortversorgung, sofern eine ausreichende Primärstabilität erreicht werden kann, eine klinisch vielversprechende Option, die die Lebensqualität gleich vom Tag des chirurgischen Eingriffs an verbessern kann [10].

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Datum: 31.08.2020