01.04.2020 •

Erster zertifizierter Gefahrgut-Sack für medizinische Abfälle auf dem Markt verfügbar

Hamburger Müllsackhersteller Deiss entwickelt Lösung für die sichere Sammlung und Entsorgung infektiöser Abfälle

  • Aktuelle Allgemeinverfügung der Bundesanstalt für Materialprüfung vereinfacht die Sammlung und Entsorgung von medizinischem Abfall, der mit dem Corona Virus kontaminiert ist
  • Deiss stellt ersten BAM-zertifizierten Abfallsack für kontaminierten, medizinischen Abfall (UN 3291) vor
  • Gelbe Säcke entsprechend der Allgemeinverfügung bieten in der Corona-Krise mehr Sicherheit für Klinikpersonal und Entsorger


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Erster zertifizierter Gefahrgut-Sack für medizinische Abfälle
Viele Kliniken, Arztpraxen und Pflegereinrichtungen haben derzeit große Probleme mit der Sammlung und Entsorgung von Einwegschutzkleidung. Wegen der Corona-Pandemie steigt die Menge potenziell kontaminierte Abfälle sprunghaft an. Der gefährliche Müllberg wird täglich höher und bringt alle an die Grenzen ihrer Belastbarkeit.

Mit einer neuen Verordnung hat die Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) am 18. März 2020 auf diese immer ernster werdende Situation reagiert: Erstmals ist es damit möglich, mit Sars-CoV-2 kontaminierte medizinische Abfälle nicht nur in speziellen Behältern, sondern auch in Säcken aus Kunststofffolie zu sammeln und zu entsorgen. Dafür geeignete Müllsäcke, die die erforderlichen Sicherheitsstandards erfüllen, gibt es derzeit nur von der Emil Deiss KG, ein Mitglied der Sund Group. Deiss ist es als erstem Hersteller überhaupt gelungen, für einen neu entwickelten Abfallsack die amtliche Zulassung der BAM zu erhalten. Die Produktion begann vor Ostern auf Hochtouren, so dass bereits jetzt ersten Chargen ausgeliefert werden können.

Neue Lösung verspricht rasche Abhilfe bei Logistik- und Sicherheitsengpässen

Die Emil Deiss KG ist Marktführer im Bereich Abfallsäcke und Müllbeutel für den gewerblichen und industriellen Bedarf. 

Das innovationsstarke Unternehmen ist mit mehr als 5.000 verschiedenen Artikeln ein starker Partner von zahlreichen Branchen, und kann schnell reagieren, wenn es darauf ankommt, wie Geschäftsführer Clemens Eichler betont: „Die sichere und einfache Entsorgung von potenziell COVOD-19 kontaminiertem Material ist gerade jetzt ein Thema von höchster Wichtigkeit. Die Menge kontaminierter Abfälle nimmt jeden Tag zu und deren ordnungsgemäße Entsorgung ist entscheidend für den vorbeugenden Gesundheitsschutz. Darum sind wir sehr stolz, dass Deiss als erstes Unternehmen Abfallsäcke entsprechend der neuen BAM-Allgemeinverfügung produziert und in ausreichenden Mengen zur Verfügung stellen kann.“

Für die Zulassung muss Deiss zahlreiche Tests und Kontrollen nachweisen: Alle vier Stunden gehen Muster aus der laufenden Produktion zur Qualitätssicherung und werden dort auf Zugfestigkeit und Stabilität überprüft. Der hohe Aufwand ist aber notwendig, um ein absolut sicheres und zuverlässiges Produkt anbieten zu können, das den strengen Vorschriften für den Gefahrguttransport entspricht.

Bisher wurden Abfälle, die mit dem Corona-Virus kontaminiert sein könnten, von den Entsorgern nur in kleinen Gebinden abgenommen. Diese wurden in speziellen Gefahrgutcontainern zu einer Müllverbrennungsanlage transportiert, um sie dort sicher zu vernichten. Diese Vorgaben haben vor allem Kliniken schon zu Beginn der Corona-Krise oft Schwierigkeiten bereitet, da es zu Engpässen in der Entsorgung gekommen ist. Dank dem schnellen Handeln der Emil Deiss KG kann die neue BAM-Verordnung sofort umgesetzt werden. Kontaminierte Abfälle können so einfacher und schneller entsorgt werden, ohne Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen.


Über DEISS:

Die Emil Deiss GmbH & Co. KG wurde 1931 als Jutesack-Fabrik in Hamburg gegründet. Heute produziert sie Müllsäcke und Müllbeutel für Profis, Planen und Folien sowie anwenderbezogene Speziallösungen. Das zur Sund Holding gehörende Unternehmen ist unangefochtener Marktführer im Segment Müllsäcke und Müllbeutel. Das Sortiment umfasst mehr als 5.000 verschiedene Artikel der Marken Premium®, Universal®, Ecofine® und First® sowie der Marke Goldpack für den Bau- und Malerbedarf in Deutschland und Österreich. Diese Marken decken nahezu alle technisch darstellbaren Anwendungsgebiete ab, von Handwerk und Industrie über Gastronomie und Gebäudereinigung bis hin zu medizinischen Einrichtungen. Wo immer das heute schon möglich ist, werden in der Produktion Industrie-Regranulate – sortenreines Altplastik – eingesetzt. In anderen Bereichen arbeitet DEISS in Kooperationen und bei Forschungsinitiativen mit, um die Umweltbilanz jedes einzelnen Produktes weiter zu verbessern. Neben dem Stammsitz in Hamburg ist DEISS in Österreich, den Niederlanden und der Schweiz vertreten und damit immer nah an den Kunden und ihren individuellen Bedürfnissen. Mit durchdachten Neuentwicklungen wie der innovativen Öffnungsperforation, einer Daumenaussparung für das schnelle Abtrennen und Easy Opener tragen Müllbeutel von DEISS dazu bei, die Effizienz beim Anwender zu steigern.


Für Fragen und weiteres Pressematerial wenden Sie sich bitte an:

Janine Griffel
Griffel & Co. Kommunikation GmbH
Forsmannstr. 8b // 22303 Hamburg
E-Mail: jg@griffel-co.com 
Tel.: +49 40 6094586-00

Datum: 01.04.2020

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