Pressemitteilung

„Getroffen – Gerettet – Gezeichnet. Sanitätswesen im Ersten Weltkrieg“

Eine Ausstellung des Bayerischen Hauptstaatsarchivs und der Sanitätsakademie der Bundeswehr

Verlängerung der Ausstellungslaufzeit bis Freitag, 30. November 2018

Die vom Bayerischen Hauptstaatsarchiv zusammen mit der Sanitätsakademie der Bundeswehr erarbeitete Ausstellung „Getroffen – Gerettet – Gezeichnet. Sanitätswesen im Ersten Weltkrieg“ wird bis einschließlich Freitag, 30. November 2018 verlängert.

Mit dem Waffenstillstand im November 1918 endete der bis dahin blutigste Krieg in der Geschichte der Menschheit. Zur 100. Wiederkehr des Kriegsendes stehen die Opfer und ihre Helfer im Mittelpunkt: Ins Bewusstsein gerufen werden soll das millionenfache Leid der Verwundeten und Kranken, Mensch wie Tier. Gewürdigt, aber auch kritisch diskutiert werden die Leistungen der Ärzte, Krankenpfleger und -schwestern wie auch Seelsorgern in ihrem schweren Dienst um das Leben. 

PhotoPater Rupert Mayer SJ in der Montur eines Feldgeistlichen mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse und seiner geliebten Spürhündin Erna, 1916 (Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Bildsammlung Diapositive 7289). Der Erste Weltkrieg war ein industrialisierter Krieg: moderne Waffensysteme und Giftgas kamen zum Einsatz. Stärker als in früheren Kriegen war das Sanitätswesen in Strategie, militärische Operationen und auch deren propagandistische Ausgestaltung verwoben. Der Krieg zwang den Sanitätsdienst zu höchsten personellen und logistischen Anstrengungen, beeinflusste den medizinischen Fortschritt, aber führte auch zu militär- und medizinethischen Verwerfungen.

Die Ausstellung mit rund 150 Exponaten thematisiert in fünf Kapiteln den Weg in den Ersten Weltkrieg, die Leiden der Kriegsteilnehmer an Körper und Seele, den Transport der Verwundeten von der Front in die Heimat, das Sanitätswesen in ausgewählten Lebensbildern und das Schicksal der Versehrten nach dem Krieg. Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog mit einleitenden Aufsätzen. Es werden Begleitvorträge im Hörsaal des Bayerischen Hauptstaatsarchivs angeboten. 

Die Ausstellung ist in den Ausstellungsräumen des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, Ludwigstr. 14, noch bis zum 30. November 2018 zu sehen. Eintritt frei. 

Öffnungszeiten: Sonntag – Freitag 10.00–18.00 Uhr (am 1. November geschlossen).

Öffentliche Führungen dienstags um 17.00 Uhr. Führungen für Schulklassen und Gruppen können kostenfrei gebucht werden unter Tel. 089/28638-2575 und E-Mail: poststelle@bayhsta.bayern.de. 

Begleitvorträge finden am 5. und 8. November jeweils um 17.00 Uhr im Hörsaal des Bayerischen Hauptstaatsarchivs (Schönfeldstr. 5, 80539 München) statt, an diesen Tagen ist die Ausstellung bis 19.00 Uhr geöffnet.

Montag, 5. November: Dr. Frank Wernitz (Bayerisches Armeemuseum), Die deutsche Sanitätstruppe im Spiegel ihrer Auszeichnungen 1866-1918

Donnerstag, 8. November: Dr. Susanne Kaup (Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul), "Bin Gott sei Dank gesund und glücklich im heiligen Beruf." Barmherzige Schwestern im Lazarettdienst des Ersten Weltkrieges


Weitere Informationen unter www.gda.bayern.de

Datum: 30.10.2018