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STEUERUNG DER ANTIBIOTISCHEN CHEMOTHERAPIE MIT PROCALCITONIN (PCT) BEI PATIENTEN MIT INFEKTIONEN DER UNTEREN ATEMWEGE MÖGLICH

Procalcitonin (PCT), das Prohormon des Calcitonin, ist als Diagnostikum für bakterielle Infektionen aus der klinischen Routine nicht mehr wegzudenken. Subsummiert sind hier auch Infektionen der unteren Atemwege.

Differentialdiagnostisch hilft PCT, den Auslöser hierfür zu ermitteln. Bei viralen Infektionen steigt PCT in der Regel nicht an, ist die Ursache jedoch bakterieller Natur, werden erhöhte PCT-Werte gefunden.

Im Jahr 2004 veröffentlichten Christ-Crain et al. die erste Interventionsstudie, bei der Patienten mit Infektionen der unteren Atemwege (Pneumonie, COPD, Bronchitis etc.) eingeschlossen wurden. Grundlage für diese Studie bildete ein PCT-Algorithmus, an dem sich die behandelten Ärzte orientierten und dann ein Antibiotikum verordneten oder nicht. Im Ergebnis der Studie konnten 50 % der sonst verordneten Antibiotika eingespart werden.

Im Jahre 2009 konnten diese Resultate im Rahmen der multizentrischen Studie Pro- Hosp verifiziert werden. In den nächsten Jahren wurde durch dieselbe Arbeitsgruppe, die durch Prof. Beat Müller geführt wird, eine Reihe von Interventionsstudien mit genau diesem PCT-Algorithmus bei definierten Patientengruppen mit dem Ziel initiiert, die Antibiotika-Verschreibungen zu reduzieren. Dabei wurden Patienten mit COPD als auch mit Pneumonie separat untersucht. Auch hier konnten die Antibiotika drastisch reduziert werden, ohne Verschlechterung des Outcome in der PCT-Gruppe. Dafür konnten zusätzlich die Nebenwirkungen, welche durch Antibiotika verursacht werden, vermindert werden.

Photo  Abbildung 1: PCT-Algorithmus für Patienten mit Infektionen der unteren Atemwege in der Notaufnahme.
(Quelle: Schuetz P et al. BMC Med 2011, 22;9:107)

Höhepunkt der Untersuchungen waren zwei kontrollierte Studien bei diesen Patientengruppen im niedergelassenen Be - reich, eine in der Schweiz (Arbeitsgruppe Prof. Beat Müller) und eine in Deutschland (Arbeitsgruppe Prof. Tobias Welte). Sie zeigten, dass bei konsequenter Verwendung eines PCT-Algorithmus deutliche Einsparungen zwischen 50 - 70 % an Antibiotika möglich sind. 

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 Insgesamt gibt es bereits 12 kontrollierte Studien mit 4 500 Patienten in diesem Setting. Das Fazit ist, dass der PCT-Algorithmus sicher ist. Neben enormen Kosteneinsparungen durch zieladäquaten Einsatz von antimikrobieller Chemotherapie liefert PCT damit auch einen Beitrag zur Zurückdrängung von Resistenzen gegen Antibiotika. Deshalb hat PCT in den S3 Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin eine Grad-A-Empfehlung im Rahmen der ambulant erworbenen Pneumonie und eine Grad-B-Empfehlung für die COPD erhalten. PCT gibt dem Therapeuten in der Behandlung von Infektionen der unteren Atemwege mehr Sicherheit.

 

 

Literatur bei den Verfassern.

Weitere Informationen:
Dr. Rainer Kosanke
Dr. Markus Werner
Thermo Fisher Scientific
B·R·A·H·M·S GmbH
Neuendorfstr. 25
16761 Hennigsdorf
www.thermoscientific.com/procalcitonin

Datum: 01.10.2012

Quelle: Wehrmedizin und Wehrpharmazie 2012/3